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Management
CIO / CEO
Trendbarometer

Piraterie beweist Popularität digitaler Medien

Matt Asay und Harald Weiss
|
Montag, 17. Dezember 2007, 09:08 Uhr

Die Anbieter digitaler Medien sollten illegale Downloads nicht als Bedrohung brandmarken, sondern auch die möglichen Vorteile erkennen, frei nach dem Motto: Was nicht kopiert wird, verkauft sich auch nicht.

Nach Ansicht des Open-Source-Experten Matt Asay, Vizepräsident für Geschäftsentwicklung beim Open-Source-Anbieter Alfresco, hat die US-Fernsehindustrie damit begonnen, illegale Torrents ihrer Programme als Trendbarometer zu nutzen.

Die Downloadraten bei Bittorrent oder Piratebay seien dazu geeignet, das zukünftige Verkaufspotenzial vorhersagen. Die TV-Industrie nutze diese Möglichkeit mittlerweile strategisch, indem sie bestimmte Shows über mehrere Stufen auf die Piraten-Seiten stellen lässt, um anschließend die Downloadraten zu beobachten und damit das Verkaufspotenzial besser vorhersagen zu können.

Außerdem sollen auf diesem Weg neue Kunden gewonnen werden, die mit den traditionellen Marketing-Strategien nicht erreichbar sind. Erste Ergebnisse zeigen, dass diese Strategie bislang erfolgreich war.

Nach Ansicht von Matt Asay lässt sich diese Strategie auch auf Open Source übertragen. Die Rolle der Piraterie übernimmt dort der kostenlose Download einer Software. "Wenn das kostenlose Downloadangebot genutzt wird, dann kann man auch überlegen, das Produkt zu verkaufen", erklärte Asay. Aus dem Downloadverhalten für ein Produkt ließen sich somit Geschäftsmodelle und mögliche Verkaufserfolge ableiten.

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