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Management
CIO / CEO

Enterprise 2.0: Gut geplant ist halb gewonnen

Berit Jungmann; Stefan Ehrlich; Anja Schütz
|
Mittwoch, 11. Februar 2009, 11:00 Uhr

RSS, Blogs, Tags, Wikis, Intranet und Co.: Web-2.0-Techniken sind zwar in aller Munde. Doch wenn es um die Umsetzung geht, stehen viele Unternehmen vor einem riesigen Fragenberg. Dr. Berit Jungmann, Leiterin Stab der Geschäftsführung, und Stefan Ehrlich, Leiter der Business Unit Content and Collaboration Solutions, bei T-Systems Multimedia Solutions haben aufgezeigt, wie Web 2.0 erfolgreich in Unternehmen umgesetzt werden kann.

Der Einsatz von Web 2.0 ist mehr als eine Integration neuer Techniken. Es werden auch interne und externe Informationsquellen, Mitarbeiter, Kunden, Partner und andere Bezugsgruppen in die Unternehmensbasis einbezogen. Eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts International Data Corp (IDC) unter 100 Unternehmen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien hat erst jüngst herausgefunden, dass 90 Prozent der befragten Firmen moderne Kommunikationsfeatures als sehr nützlich ansehen.

Wesentliche Voraussetzung für den Erfolg von Web 2.0 ist dabei eine hohe Beteiligung. Hier sind Führungskräfte gefragt: Sie müssen Kontrolle abgeben, Veränderungen zulassen, diese aber vor allem auch selbst gestalten und vorleben. Organisatorische Dezentralität und die starke Dezentralisierung von Entscheidungsbefugnissen fördern dabei die Eigenständigkeit und das Verantwortungsgefühl der Mitarbeiter.

Dieses Prinzip lässt sich am Prozess der Strategieentwicklung eines Unternehmens verdeutlichen: Beginnen sollte der Prozess mit einer breiten Basis und wenig Hierarchie. Möglichst viele Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen sind beteiligt; die Projektverantwortlichen bekommen den besten Input. Wenn es dann darum geht, die Strategie festzulegen, muss die Geschäftsleitung die Fäden in der Hand haben.

Denn verfolgt jede kleine dezentrale Einheit eine eigene Strategie, bricht das gesamte Vorhaben auseinander. Wird keine Strategie vorgegeben, kann es passieren, dass im Sinne der verteilten Eigenverantwortung Ressourcen für alle möglichen Dinge verwendet werden. Eine konzentrierte Lenkung im Sinne des Unternehmens kann nicht mehr stattfinden.

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