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Management
CIO / CEO

Google plant Änderung des Book Settlement

Anja Schütz
|
Donnerstag, 17. September 2009, 16:18 Uhr

Google ist bereit in Sachen Book Settlement den Kritikern einen Schritt entgegen zu kommen. Um die Bedenken des US-Justizministeriums zu zerstreuen, erwägt der Suchanbieter angeblich Änderungen an dem umstrittenen Kompromiss zwischen ihm und den US-Verlagen.

Im Jahr 2005 hatten mehrere Autorenverbände Google wegen der Digitalisierung von Büchern verklagt, die nicht mehr gedruckt werden, aber noch dem Urheberrecht unterliegen. Die US-Justiz befürchtet, dass der aus der Klage hervorgegangene Vergleich (Google Book Settlement) andere Unternehmen davon abhalten könnte, mit Google um den Online-Zugriff auf Bücher zu konkurrieren.

Fotogalerie: Zehn gescheiterte Google-Dienste

Wir stellen Ihnen in dieser Bildergalerie zehn Google-Anwendungen vor, die offenbar nicht in das Geschäftskonzept von Google passten und deshalb auch wieder eingestellt wurden bzw. anderweitig untergebracht wurden. So zum Beispiel das 'Google Notizbuch' (Notebook) - ein Nutzer konnte darin kurze Anmerkungen, eigene Texte, aber auch Informationen und Links anlegen.
Mit dem Angebot konnten Internet-User interessante Informationen sammeln, während Sie im Web surften. Der Nutzer brauchte nur einen bestimmten Text, Links oder Bilder speichern und diese per Kontextmenü der rechten Maustaste in das virtuelle "Google Notizbuch" kopieren. Die Weiterentwicklung des Dienstes sowie das Anlegen neuer Benutzer wurden im Januar 2009 eingestellt.
Google Lively war eine Web-basierte virtuelle Umgebung nach dem Vorbild von Second Life.  Allerdings überlebte 'Lively' nicht sehr lange. Das Projekt existierte vom 9. Juli 2008 bis zum 31. Dezember 2008. Nähere Gründe für die relativ schnelle Beendigung wurden nicht genannt, wahrscheinlich war damit kein Geld zu verdienen.

 Klicken Sie auf eines der Bilder, um die Fotogalerie zu starten

Nach einem Bericht von Bloomberg hat das Department of Justice nicht mitgeteilt, gegen welche Bestimmungen des Google Book Settlement sich die Kritik im Einzelnen richtet. Auch ein Google-Sprecher wollte mögliche Gespräche mit den Klägern und der US-Justiz nicht kommentieren. Vermutlich geht es um die Books Rights Registry, welche im Rahmen der Vereinbarung Lizenzrechte mit anderen Unternehmen aushandeln soll, die Interessen von Autoren und Verlagen vertritt und Zahlungen an die Rechteinhaber vornimmt.

Die Non-Profit-Organisation, die unabhängig von Google agieren wird, ist von Kritikern als Kartell bezeichnet worden, da es die einzige Anlaufstelle für Unternehmen sei, die Bücher digitalisieren und vertreiben wollen. Google-CEO Eric Schmidt äußerte in einem Interview mit Search Engine Land seinen Frust über die Kritik am Google Book Settlement. Die Gegner hätten es bisher versäumt, ein eigenes Konzept für den Aufbau einer umfassenden digitalen Bibliothek vorzustellen. "Ich bin offen für eine bessere Lösung."

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