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Management
CIO / CEO

Ein Sonnengott als Windows-Nachfolger

Sibylle Gassner
|
Dienstag, 29. September 2009, 12:03 Uhr

Vor rund einem Jahr waren erste Meldungen aufgetaucht, wonach Microsoft an einem grundlegend neuen Betriebssystem arbeitet. Nun sind Informationen zu einem Projekt durchgesickert, das offenbar in eine ähnliche Richtung zielt. Unter dem Codenamen Helios arbeiten die Microsoft-Forscher offenbar an einer Software, die die Entwicklung von Anwendungen für heterogene Plattformen erleichtern soll.

Offenbar will Microsoft das Projekt im Oktober offiziell vorstellen, die Beschreibung dazu gibt es bereits jetzt.

Darin heißt es: "Helios führt Satelliten-Kernels ein, die mit einem einheitlichen Satz an OS-Abstraktionen Zugriff auf unterschiedliche CPU-Architekturen ermöglichen. Der Zugriff auf I/O-Dienste wie das Dateisystem erfolgt transparent mittels Remote Message Passing."

Wie der Windows-Nachfolger Midori basiert auch Helios auf dem Projekt Singularity. Dieses ist ein um Werkzeuge und Bibliotheken ergänztes Microkernel-Betriebssystem, das Microsoft-Entwickler komplett in Managed Code geschrieben haben. Es basiert nicht auf Windows, sondern ist von Grund auf neu entwickelt. Es dient auch als Grundlage für die Microsoft-OS-Projekte Midori und Barrelfish.

Microsoft versteht Helios auch als Ergänzung zu Barrelfish: "Barrelfish konzentriert sich darauf, eine genaue Kenntnis der Anforderungen von Anwendungen zu erlangen, während Helios darauf ausgerichtet ist, ein Single-Kernel-Image auf heterogene Koprozessoren zu exportieren, damit Anwendungen die Vorteile neuer Hardware leicht ausnutzen können."

Auf alle Fälle scheint Microsoft mit dem Projekt große Pläne zu haben: In der griechischen Mythologie war Helios der Sonnengott, dessen Aufgabe es war den Sonnenwagen über den Himmel zu lenken. Von seiner Macht her wird er oft mit Zeus gleichgesetzt.

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