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Management
CIO / CEO

Was haben CIOs gegen den Mac?

Jo Best
|
Dienstag, 6. Oktober 2009, 14:22 Uhr

Der Marktanteil von Apple-Rechnern und Mac OS steigt beständig. Man wird dennoch kaum ein Unternehmen finden, das Hard- und Software aus Cupertino einsetzt. Warum eigentlich? Diese Frage stand im Mittelpunkt der aktuellen CIO-Jury unserer Schwesterpublikation silicon.com.

Apples Marktanteil auf dem Desktop-Markt hat sich in den vergangenen Jahren zwar nicht so rasant entwickelt wie im iPhone-getriebenen Smartphone-Markt, dennoch machte der Konzern auch hier in kleinen Schritten Boden gut und bringt es nach aktuellen Zahlen auf rund acht Prozent. Aber es ist offensichtlich, dass auch nach der Veröffentlichung von Apples neuem Betriebssystem Snow Leopard so gut wie kein IT-Manager die Umstellung auf Apple erwägt.

Fotogalerie: Das neue Apple Mac OS X 10.6

Im neuen Apple-Betriebsystem 'Mac OS X 10.6 Snow Leopard' gibt es zwar nur wenige Neuerungen, dafür soll das Update insgesamt schneller, zuver-lässiger und benutzerfreundlicher laufen. Ein neues Feature ist etwa 'Dock Expose', dieses ermöglicht eine Vorschau auf laufende Programme, wenn man auf den Icon am Dock klickt.
Die Stacks funktionieren nun so, wie sich das viele schon beim Vorgängerbetriebssystem Leopard gewünscht hätten. Stacks sind Ordner im Dock, die beim Anklicken 'aufspringen', ihren Inhalt darbieten und beim Loslassen der Maustaste wieder ver-schwinden. Snow Leopard zeigt auch Unterordner als Stack. Man kann aus dem Dock durch Daten-bestände navigieren, Dateien und Dokumente aufspüren - ohne Finger zu bewegen.
Auch die Vorschau hat ein paar gute Funktions-erweiterungen bekommen. Nun kann man durch die Seiten mehrseitiger PDF-Dokumente mithilfe der Pfeile blättern, die in den PDF-Dokumenten angezeigt werden, wenn man mit der Maus über das Bild fährt.

 Klicken Sie auf eines der Bilder, um die Fotogalerie zu starten

Dabei haben die Verantwortlichen grundsätzlich kein Problem mit der Performance des Betriebssystems. Vielmehr geht es ums Geld. Die Kosten, die eine Umstellung von der weitverbreitenden Windows/Intel-Mischung auf Apple nach sich ziehen würde, empfinden viele als ebenso unerschwinglich wie abschreckend.

So auch Ibukun Adebayo, IT-Chef der größten Sozialorganisation in Großbritannien, Turning Point: "Bevor ich eine so radikale Veränderung für 2000 Firmenanwender vorschlagen würde, müsste ich nicht nur die Kosten für Software, Hardware und Training bedenken. Hinzu kämen die unfassbaren Kosten der unvermeidlichen Auszeit, der Unmut der Anteilseigner und die zusätzliche Belastung für mein Service Team. Zwar betonen die meisten Apple-Jünger, dass das System 'ziemlich einfach' zu bedienen sei – aber für die Millionen Anwender, die in ihrem Leben ausschließlich mit PCs und Windows gearbeitet haben, wäre eine solche Umstellung wohl eine abschreckende Vorstellung."

Hinzu komme die Wirtschaftskrise. Hätte schon vor dem Abschwung kaum ein Unternehmen den Wechsel auf Mac OS in Erwägung gezogen, gelte das in Zeiten Rezessions-geschrumpfter IT-Budgets besonders.

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