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Management
CIO / CEO

Bitkom sieht Trendwende im Hightech-Markt

Lutz Poessneck
|
Mittwoch, 21. Oktober 2009, 10:42 Uhr

Die Hightech-Industrie steuert zwar mit Einbußen aus der Wirtschaftskrise, diese fallen jedoch geringer aus als in anderen Branchen. Nach der Prognose des Branchenverbandes Bitkom wird der Umsatz mit Produkten und Diensten der ITK im Jahr 2009 um 2,5 Prozent auf 142 Milliarden Euro zurückgehen.

Damit bekräftigt der Bitkom seine Prognose vom Sommer. Im Jahr 2010 soll der Markt mit 0,1 Prozent wieder leicht wachsen. "Die Talsohle ist durchschritten, die Trendwende ist da", sagte Bitkom-Präsident Professor August-Wilhelm Scheer in München. Im laufenden Jahr entwickle sich die ITK-Industrie besser als die Gesamtwirtschaft, die nach Prognosen der Wirtschaftsforscher um 5 Prozent schrumpfen wird.

August-Wilhelm Scheer
Bitkom-Präsident Scheer
Foto: IDS Scheer

Der Bitkom forderte die künftigen Regierungsparteien auf, jetzt die Grundlagen für künftiges Wachstum zu legen. "Neben der Haushaltskonsolidierung muss wieder eine langfristige Innovations- und Wachstumsorientierung ins Zentrum der Politik rücken", sagte Scheer. Zu den wichtigsten Aufgaben der Legislaturperiode zählt er neben der Breitbandinitiative den Aufbau 'Intelligenter Infrastrukturen' in fünf Bereichen: Energie, Verkehr, Gesundheit, Bildung und Behörden. Außerdem solle eine Software-Initiative Deutschland gestartet werden.

Nach der Bitkom-Prognose werden die Umsätze in der Informationstechnik im Jahr 2009 um 2,6 Prozent auf 65,4 Milliarden Euro sinken. Im kommenden Jahr soll der IT-Markt dann wieder um 1 Prozent wachsen. "Bei den Privatkunden sehen wir bislang kaum eine Kaufzurückhaltung", sagte Scheer. Sensibler reagieren Geschäftskunden auf die Wirtschaftskrise. Gerade Unternehmen aus Branchen, die selbst stark von der Krise betroffen sind, haben IT-Investitionen verschoben. "Das geht nicht lange gut. Die Unternehmen müssen ihre alten IT-Systeme erneuern, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen", so Scheer. Derzeit bilde sich ein Investitionsstau, der sich bald auflösen werde.

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