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Management
CIO / CEO

Spam wird lokaler

Lutz Poessneck
|
Dienstag, 5. Januar 2010, 09:00 Uhr

Während der Anteil unerwünschter Werbemails unverändert weit mehr als 90 Prozent des gesamten E-Mail-Volumens ausmacht, haben Security-Experten eine neue Entwicklung beobachtet. Spam-Versender adressieren ihren Werbe-Müll zielgruppenspezifisch an kleinere Verteiler, lokal an Sprache und Region angepasst.

Im Frühjahr 2009 lag der Anteil unerwünschter Werbemails mit englischsprachiger Betreffzeile nach Angaben von Retarus noch bei deutlich über der Hälfte aller Nachrichten (55,6 Prozent). Seit einigen Wochen beobachten die Spezialisten eine Trendwende: Englischsprachiger Spam ist im Dezember 2009 auf 39,7 Prozent zurück gegangen.

Parallel hat sich der Anteil an Spam-Mails in anderen Sprachen nahezu verdoppelt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz beträgt der Anteil an deutschsprachigem Werbe-Müll derzeit 19,5 Prozent. Auch in anderen Ländern ist eine Verdoppelung lokal nach Sprache angepasster Spam-Mails zu beobachten: Frankreich (18,7 Prozent), Italien (17,3 Prozent) und Spanien (16,6 Prozent).

Da viele Spam-Filter nach Volumen-Kriterien filtern und davon ausgehen, dass die Spam-Wahrscheinlichkeit mit der Menge an gleichen Nachrichten steigt, werden die lokalisierten Spam-Attacken oft nicht erkannt. "Die Tendenz zu mehrsprachigem Werbe-Müll zeichnet sich bereits seit einigen Monaten ab und hat sich verschärft", sagt Oliver Pannenbäcker, Vice President Managed Services bei Retarus. Pannenbäcker empfiehlt dagegen Techniken zur Spam-Abwehr, die nicht nur auf Masse gehen, sondern auch in der Lage sind, inhaltsbezogen zu filtern.

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