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Management
CIO / CEO

Warum ICQ in Deutschland so erfolgreich ist

Anja Schütz
|
Montag, 1. März 2010, 13:05 Uhr

Der Instant-Messaging-Dienst ICQ ist in Deutschland sehr erfolgreich. Warum das so ist und wieso der Dienst nur auf Windows-Rechnern angeboten wird, beantwortet Eliav Moshe, Managing Director von ICQ, im Interview mit silicon.de.

silicon.de: Die aktuelle ICQ-Version vereinigt mehrere soziale Netzwerke in einem, so auch Twitter und Facebook. Denken Sie, dass durch diese Komponente mehr Business-Nutzer den Messaging Dienst nutzen werden?

Eliav Moshe: ICQ7 ist ein Social Messaging Client, der sehr gute Kommunikationsmöglichkeiten bietet und diese gleichzeitig optimal mit sozialen Netzwerken verknüpft. Diese Version wurde mit Hinblick auf die aktuellen Bedürfnisse unserer Nutzer entwickelt und bietet eine Social Communication Experience und ist keine spezielle Instant-Messaging-Software für Unternehmen. Dennoch können die Nutzer durch ICQ Zeit und Kosten sparen.

silicon.de: Wer genau nutzt ICQ? Hierzulande gibt es 12,6 Millionen Unique User. Vor allem die Deutschen sind dem Instant-Messaging-Dienst über die Jahre hinweg treu geblieben. Wie begründen Sie die Beliebtheit des Dienstes in Deutschland?

Eliav Moshe: In der Tat hat ICQ über acht Millionen aktive Nutzer in Deutschland und 42 Millionen aktive Nutzer weltweit. In einigen Ländern ist ICQ bereits seit 14 Jahren der führende Instant Messenger. Die Herausforderung ist, mit den sich ständig ändernden Bedürfnissen der Nutzer Schritt zu halten und auf deren Bedürfnisse einzugehen. ICQ ist bemüht, seinen Nutzern eine sichere, zuverlässige und stabile Kommunikationssoftware zu liefern, die alle wichtigen Kommunikationsbedürfnisse abdeckt und gleichzeitig lokale Inhalte und verschiedene Datenschutzeinstellungen bietet, um ihre Privatsphäre zu schützen.

silicon.de: Im Gegensatz dazu nutzt in den USA schon lange niemand mehr ICQ. MSN und AIM stehen dort im Vordergrund. Kann dieses Schicksal im schnelllebigen Web-2.0-Zeitalter nicht auch Deutschland ereilen? Und warum ist ICQ in den USA so gut wie ausgestorben?

Eliav Moshe: Die fünf führenden Märkte für ICQ sind Deutschland, Russland, die Ukraine, Tschechien und Israel. Dies resultiert unserer Meinung nach daraus, dass wir Nutzern eine einfach zu bedienende Kommunikationssoftware kombiniert mit lokalen und für sie interessanten Inhalten bieten und für jeden Markt Partner vor Ort haben. Das Unternehmen ICQ gehört zu AOL LLC und ist eine Tochtergesellschaft. Für AOL mit AIM ist die USA einer der Kernmärkte.

Eliav Moshe
"Die fünf führenden Märkte für ICQ sind Deutschland, Russland, die Ukraine, Tschechien und Israel", erklärt Eliav Moshe, Managing Director des Dienstes.
Foto: ICQ

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