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Management
CIO / CEO

Zehn Jahre Greencard für IT-Experten

Lutz Poessneck
|
Freitag, 5. März 2010, 11:07 Uhr

Die Greencard für IT-Spezialisten ist zehn Jahre alt geworden. Bei der Eröffnung der CeBIT in Hannover im Jahr 2000 kündigte der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) die Greencard-Initiative für ausländischen IT-Experten erstmals an.

Damit reagierte Schröder auf den großen Mangel an IT-Spezialisten, den die Hightech-Branche zuvor immer wieder artikuliert hatte. Zum damaligen Zeitpunkt waren 75.000 IT-Stellen im abgeschotteten deutschen Arbeitsmarkt unbesetzt. Seit August 2000, als die ersten Greencards bewilligt wurden, sind bis heute rund 33.000 IT-Fachkräfte auf diesem Weg nach Deutschland gekommen. Im Jahr 2005 wurde die Greencard durch eine nahezu gleichlautende Regelung im Zuwanderungsgesetz abgelöst.

"Die Greencard ist eine Erfolgsgeschichte", sagte Bitkom-Präsident Professor August-Wilhelm Scheer. "Sie hat drei volle Hochschuljahrgänge der Informatik zusätzlich nach Deutschland gebracht." Nach dem Höhepunkt im Jahr 2001 mit 6400 Greencards sank die Zahl nach dem Platzen der Internetblase deutlich ab. Der gleiche Effekt zeigte sich im vergangenen Jahr. Die Zahl der eingereisten IT-Fachleute sank von 3900 im Jahr 2008 auf rund 2500 im Jahr 2009.

Bitkom

Nach wie vor kritisch sieht der Bitkom die strengen Kriterien, die an eine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis von IT-Fachkräften aus dem EU-Ausland geknüpft werden. Grundvoraussetzung ist, dass der Antragsteller einen festen Arbeitsplatz in Deutschland vorweisen kann. Dann stellt die örtliche Arbeitsagentur im Rahmen einer Vorrangprüfung fest, ob der Job nicht auch von einem arbeitslosen Deutschen ausgeübt werden könnte. Zudem ist die Aufenthaltsgenehmigung zunächst auf fünf Jahre befristet. Ehepartner dürfen mit einreisen, erhalten aber nicht automatisch eine Arbeitsgenehmigung.

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