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Management
CIO / CEO

Windows Phone 7 kommt ohne Copy&Paste

Anja Schütz
|
Mittwoch, 17. März 2010, 11:50 Uhr

Microsoft hat auf der Entwicklerkonferenz "MIX 2010" bestätigt, dass Windows Phone 7 anfangs keine Unterstützung für Copy&Paste mitbringen wird. Auch auf Multitasking wird man bei den neuen Geräten verzichten müssen.

Der Windows-Phone-7-Vorgänger Windows Mobile unterstützte die Funktion noch. "Wir bieten Copy&Paste aus einem guten Grund nicht mehr an", sagte Microsoft-Sprecher Todd Brix in einem Interview. Wenn ein Anwender irgendetwas auf einem Telefon kopiere, wolle er eigentlich eine bestimmte Aktion ausführen, etwa eine Telefonnummer wählen oder eine E-Mail verschicken. Für diese speziellen Aktionen habe Microsoft das sogenannte "Smart Linking" entwickelt.

Fotogalerie: Windows Phone 7 in Nahaufnahme

Vergangene Woche präsentierte Microsoft-CEO Steve Ballmer das neue Windows Phone 7, womit sich Microsoft vom altbackenen Desktop-Interface verabschiedet hat. Das Betriebssystem präsentiert sich nun mit einer fingerfreundlichen Oberfläche.
Allerdings handelt es sich keineswegs um eine vollständige Neuentwicklung - auf unterster Ebene findet sich nach wie vor ein altbekannter Windows-CE-Kernel. Oberflächlich jedoch erinnert Windows Phone 7 an Vodafone 360 auf dem Samsung H1. Dieses Foto zeigt den nackten Homescreen ohne Taskleiste, Start-Button, MSN-Messenger- oder Windows-Media-Player-Logos.
Die verschiedenen Kacheln weisen den Weg in unterschiedliche Menübereiche, sogenannte Hubs. Ein Beispiel dafür ist das People-Menü, quasi die Kommunikationszentrale zukünftiger Windows-Handys.

 Klicken Sie auf eines der Bilder, um die Fotogalerie zu starten

"Das ist eine bewusste Design-Entscheidung", so Brix. Beim Smart Linking klickt ein Anwender beispielsweise doppelt auf eine Telefonnummer, um sie direkt anzurufen oder ins Adressbuch einzutragen. Beim Doppelklick auf eine Adresse erscheint der zugehörige Ort auf einer Karte, ohne dass man die Adresse über die Zwischenablage kopieren und einfügen muss.

Brix: "Wir versuchen, vorherzusehen, was der Anwender will. Copy&Paste ist also überflüssig." Die meisten Anwender würden diese Funktion nicht vermissen. Es gehe darum, Prioritäten zu setzen. Microsoft plane, die Funktionen zu implementieren, die 80 Prozent der Anwender wollten. "Wir haben uns auf die hauptsächlich auftretenden Fälle konzentriert", erläutert Brix. "Natürlich wird es einige Anwender geben, denen diese Entscheidung nicht gefällt." Die ersten Versionen von iPhone OS beherrschten ebenfalls kein Copy&Paste. Apple hat die Funktion aber später nachgerüstet. Zuvor erschienen Tools die auf einem iPhone mit Jailbreak die fehlende Zwischenablage ergänzten. Blackberry-Telefone gehen einen Mittelweg. Sie bieten sowohl "intelligente Links" als auch eine Zwischenablage an.

Außerdem wird Windows Phone 7 ohne Multitasking auskommen müssen. Sobald man zum Startbildschirm zurückkehrt, wird ein Kill-Signal an die aktive Anwendung gesendet. Es ist also nicht möglich, zwischen zwei Programmen zu wechseln.

Fotogalerie: Erste Anwendungen für das Windows Phone 7

Am ersten Tag seiner "Mix 10"-Konferenz hat Microsoft Testversionen von Entwicklungswerkzeugen für Windows-Phone-7-Anwendungen zum Download bereitgestellt.  Im Bild eine bereits fertige Applikation der Nachrichtenagentur AP, mit der Anwender Nachrichten, soziale Netzwerke und Bilderdienste aufrufen und abonnieren können.
Im Folgenden gibt es weitere Beispiele für bereits fertige Applikationen für das Windows Phone: Der Windows Phone 7 Series 'Colorizer' etwa ist ein Bildbearbeitungsprogramm, mit dem – wie im Bild zu sehen – beispielsweise rosa Schuhe gezaubert werden können. Nun ja.
'Silverlight Deep Zoom' ermöglicht es Graphic.ly Comics auf dem Windows Phone zu lesen. Zusätzlich kann der Nutzer sich über den Inhalt der Comics mit Gleichgesinnten austauschen.

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