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Management
CIO / CEO

Die Topverdiener der IT-Branche

Sibylle Gassner
|
Mittwoch, 28. Juli 2010, 14:26 Uhr

Larry Ellison, Gründer des Softwarekonzerns Oracle, ist nach einer Analyse des Wall Street Journal (WSJ) der bestbezahlte Manager des vergangenen Jahrzehnts. Insgesamt kassierte er 1,8 Milliarden Dollar. Das Grundgehalt macht bei ihm wie auch bei den anderen Top-Verdienern nur einen Bruchteil aus.

Besonders deutlich wird das bei Apple-Gründer Steve Jobs, der sich ein Jahresgehalt von einem Dollar auszahlen lässt, aber in zehn Jahren trotzdem auf eine Gesamtsumme von 749 Millionen Dollar kommt – das reicht für Platz vier der Hitliste. Ein Großteil des Geldes kommt aus Aktienoptionen.

Fotogalerie: IT-Manager mit Rekordgehältern

Niemand hat in den vergangenen zehn Jahren so viel verdient wie er. Oracle-Gründer Larry Ellison kassierte laut Wall-Street-Analyse ein Gehalt von 1,84 Milliarden Dollar. Diese Summe setzt sich – wie auch bei den anderen Topverdienern – aus mehreren Komponenten zusammen: Grundgehalt, Boni, andere Sonderleistungen und Aktienoptionen.
Vor allem die Aktienoptionen machen das Kraut fett. Das gilt auch für Barry Diller, Gründer des Internetunternehmens IAC/Interactive. Er hat im Laufe der Jahre eine Sammlung profitabler Internetunternehmen zusammengekauft, unter anderem Expedia.com, dem Diller bis heute als Chairman vorsitzt. Insgesamt hat er damit in den vergangenen zehn Jahren 1,14 Milliarden Dollar verdient.
Steve Jobs findet sich mit einem Gesamtverdienst von 749 Millionen Dollar auf Platz 4 der Wall-Street-Journal-Liste. Die Kluft zwischen Grundgehalt und Aktienoptionen wird bei ihm besonders deutlich. Pro Jahr hat er sich lediglich einen Dollar an der Spitze von Apple auszahlen lassen.

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Dabei wird den Firmenchefs eine bestimmte Menge an Aktien zugeteilt, die sie über eine bestimmte Frist halten müssen. Danach können sie diese wieder verkaufen. Am besten verdienten Manager, die ihre Optionen in Boomjahren wie 2000 oder 2005 bis 2007 zu Geld machten.

Noch vor Steve Jobs rangiert im WSJ-Ranking Barry Diller, Gründer des Internetimperiums IAC/Interactive. Diller hat sich im Laufe der Jahre eine Sammlung profitabler Internetunternehmen zusammengekauft, unter anderem Expedia.com, dem Diller bis heute als Chairman vorsitzt. Insgesamt hat er damit in den vergangenen zehn Jahren 1,14 Milliarden Dollar verdient. In seinem früheren Leben war Diller übrigens hypererfolgreicher Hollywood-Mogul. Manche halten ihn für den besten Studio-Boss der vergangenen Jahrzehnte.

Weitere prominente IT-Manager, die sich auf der Liste tummeln, sind unter anderem der frühere Yahoo-CEO Terry Semel, Michael Dell und Cisco-CEO John Chambers. Jenseits der IT-Prominenz – die in den meisten Fällen über Jahr gute Arbeit geleistet hat – beinhaltet die Wall-Street-Journal-Liste auch durchaus Zündstoff. Der ehemalige CEO der Pleitebank Lehman Brothers, Richard Fuld, belegt mit 457 Millionen Dollar Platz 11 der Liste. Fuld hatte Lehman Brothers über Jahre zu immer spekulativeren Finanzgeschäften getrieben. Im September 2008 kollabierte die Bank und verschärfte die weltweite Finanzkrise damit massiv. Fuld musste sein Chefbüro – mitsamt seines ausgestopften Gorillas, den er dort aufgestellt hatte – räumen.

Fotogalerie: Die Top Ten der Brüll-Bosse

Das Temeprament von Apple-CEO Steve Jobs ist ebenso berühmt wie gut dokumentiert. Gerät er in Rage, werden schon mal kurzerhand Mitarbeiter gefeuert. Noch mehr gefürchtet ist jedoch seine Indifferenz. Wohlkalkulierte Worte und scheinbare Ruhe verstecken oft seine eigentliche Stimmung. Die Folge: Auf dem Apple-Campus wird Steve Jobs so gut wie nie gegrüßt, berichtet ein Ex-Mitarbeiter.
Rob Glaser, CEO und Gründer von RealNetworks, schreit gerne. Tatsächlich soll er dabei derart ausfallend werden, dass schon so mancher Manager das Unternehmen verlassen hat, obwohl er noch eine dicke Bonuszahlung hätte kassieren können, hätte er noch einige Wochen länger durchgehalten.
Salesforce.com: Marc Benioff beherrscht das Wechselspiel von Zuckerbrot und Peitsche perfekt. Als das Wall Street Journal eine Story über sein Ferienhaus in Hawai bringen wollte, flog er nach New York, um einen Redakteur zu beschimpfen und rief am Ende die lokale Polizei, um einen Reporter festzunehmen, der das Anwesen in Augenschein genommen hatte. Manchmal entschuldigt sich Benioff sehr charmant für seine Ausrutscher - manchmal nicht.

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