CNET.DE | SILICON.DE | ZDNET.DE
Anzeige
ANZEIGE
Management
Mittelstand

Ist Windows Vista wirklich sicher?

Anja Schütz (feedback@cnet.com)
|
Montag, 26. Mai 2008, 12:15 Uhr

Microsoft bekräftigt immer wieder, dass Windows Vista eines der sichersten Betriebssysteme in der Windows-Familie sei. Doch unablässig werden neue Sicherheitslücken aufgedeckt. Selbst die monatlichen Patches sind inzwischen beliebte Angriffsziele für Hacker & Co. geworden.

Doch Microsoft beharrt darauf, das bislang sicherste Windows aller Zeiten auf den Markt gebracht zu haben. Wie verlässlich ist Vista also wirklich? silicon.de hat sich umgehört und Sicherheitsspezialisten von unterschiedlichen Unternehmen befragt. Die Experten von Sophos, MessageLabs, Symantec und Panda Software hatten zum heiß diskutierten Thema Vista-Sicherheit einiges zu sagen.

Mark Sunner, Chief Security Analyst bei MessageLabs:

"Die Verbreitung von Vista ging in vielen Unternehmen nicht zuletzt deswegen schleppend voran, weil viele auf das erste Service Pack gewartet haben. Dieses ist nun letzten Monat erschienen und wird sicherlich dazu beitragen, das Vertrauen zu steigern.

Hinsichtlich der Sicherheit ist die integrierte Vista Firewall wesentlich effektiver als beim XP-Vorgänger. In Vista integriert ist das leichtgewichtige Windows Defender Antispyware Tool, jedoch kein Anti-Viren-Schutz. Microsofts vorrangiges Ziel bei Vista war es, die Sicherheit im Betriebssystem zu verbessern. Windows XP war aufgrund von Sicherheitslücken anfällig für Malware-Angriffe, Viren und Buffer Overflows. Zusätzliche Sicherheit bietet nun Bitlocker als Laufwerksverschlüsselung, die in den Ultimate- und Enterprise-Editions enthalten ist. Dieses Tool bietet Schutz vor Datenverlust, falls ein Laufwerk in falsche Hände gerät.

Wie seine Vorgänger wird Windows Vista als eines der weltweit am meisten verbreiteten Betriebssysteme auch eines der vorrangigsten Angriffsziele darstellen. Die Windows-Plattform als Gesamtheit repräsentiert den Zugang zum mit Abstand größten System an Rechnern mit Internet-Verbindung und generiert deshalb höchste Aufmerksamkeit, sowohl im positiven als auch negativen Sinn. Beim Launch wurden viele kühne Thesen zu einigen Sicherheitsfeatures erhoben, wie zum Beispiel der Datenausführungsverhinderung (data execution prevention) und der Bitlocker Laufwerksverschlüsselung. Doch selbstverständlich reagiert hierauf auch die Hacker-Szene. Heutzutage kämpfen wir folglich mit einem ganz neuen Angriffslevel - ganz zu schweigen davon, dass mit Bitlocker ein neues Niveau an heimtückischen Social-Engineering-Techniken einsetzen wird.

In Bezug auf die Updates über Windows lässt sich insofern ein Triumph verzeichnen, als dass dieser Mechanismus über die vergangenen vier Wochen hinweg wesentlich zum Untergang des berüchtigten Storm Botnet beigetragen hat - hier sollte dem Microsoft Update Team Anerkennung gezollt werden. Schlussendlich sind nicht so sehr Vista oder seine 50 Millionen Zeilen Programmiercode das Problem, sondern vielmehr ist der Desktop von Natur aus der falsche Platz für Erkennungs- und Abwehrmechanismen. Hier wird es sich immer um eine reaktive Herangehensweise handeln, die den Entwicklungen hinterherhinkt. Aus diesem Grund sind Internet-basierte Sicherheitsansätze nicht nur die richtige Antwort für den Schutz von Vista sondern für alle Betriebssysteme mit Internetverbindung, die keinen eigenen Schutz vor 'Stunde Null-Attacken' bieten können."

  1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 Seite 2/6 »
 
Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
 
Anzeige
Anzeige
Ausserdem neu in

CEO-Karussell kostet HP 47 Millionen Dollar

Das Fiskaljahr 2011 war für Hewlett-Packard vor allem das Jahr von zwei CEOs: Leo Apotheker und Meg Whitman. Jetzt steht fest, wie viel ...
06. Februar 2012

Flugzeugabsturz: Micron-CEO tödlich verunglückt

Hobbypilot Steve Appleton starb beim Absturz einer kleinen Maschine nahe der Micron-Zentrale in Boise im US-Staat Idaho.
06. Februar 2012

Internet als Schlachtfeld des 21. Jahrhunderts

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz haben Experten vor den Gefahren der Cyber-Kriminalität gewarnt. Vor allem Eugene Kaspersky warnte ...
06. Februar 2012

neueste leserkommentare
06. Februar 2012 | 09:37 Uhr

Nachtrag zum Artikel

IBM crowd sourcing could see employed workforce shrink by three quarters http://tinyurl.com/23ara48 Quelle: Personnel Today, 23. April 2010 Mehr ...

zu IBM: Community statt Festanstellung
05. Februar 2012 | 19:42 Uhr

Schreibfehler !

Es muß heißen: Der als Kim Dotcom geborene Schmitz... Der Mann wird behandelt, wie ein Mörder. Das kann alles nicht normal sein. er sollte für sein geschäftliches Talent ausgezeichnet werden ... Mehr ...

zu Kim DotCom, Opfer brutaler Polizeigewalt
03. Februar 2012 | 12:48 Uhr

So ein Schmarrn!

Mit Verlaub die Frage, ob das hier "w i t z i g" gemeint sein soll? Wenn ja, dann ok. Wenn nein, dann muss ich mich schon fragen, was mit einem solchen Artikel bezweckt werden ... Mehr ...

zu Das Sturmtief Ansgar im Wasserglas
  • Artikel
  • Bildergalerien
  • Videos
Sponsored Links

Silicon Vorlagen für Business-Profis: Große Auswahl an Vorlagen zu Immobilienverwaltung mit Excel

Silicon Vorlagen für Business-Profis: Große Auswahl an Vorlagen zu Privatinsolvenz

Teamleiter (m/w) Bestandsmanagement

bei Hermes Fulfilment GmbH (Feste Anstellung)

Abteilungsleiter (m/w)

bei persona service Verwaltungs AG & Co. KG (Feste Anstellung)

Consultant (m/w)

bei OPEN TEXT (Feste Anstellung)

Trackbacks und Pingbacks

TrackbackTrackback-URL:

Link zum Artikel setzen bei