CNET.DE | SILICON.DE | ZDNET.DE
Anzeige
ANZEIGE
Management
Mittelstand

Firmen verschweigen internen Datenmissbrauch

Lutz Poessneck
|
Donnerstag, 12. Juni 2008, 15:10 Uhr

Bei einem internen Datenmissbrauch würden die meisten Unternehmen nicht die Öffentlichkeit informieren, sondern nur die betroffenen Kunden benachrichtigen.

Das ergab eine Umfrage des Content-Filtering-Spezialisten Clearswift unter knapp 150 IT-Entscheidern in Deutschland. Demnach sind nur knapp elf Prozent der IT-Entscheider der Ansicht, dass die Öffentlichkeit im Fall eines Datenmissbrauchs informiert werden sollte.

Nur knapp ein Drittel würde der Polizei oder Behörden Bescheid geben. Viele Firmen befürchten einen Imageschaden (75 Prozent) oder einen Vertrauensverlust der Kunden (70 Prozent), sobald ein Fall von Datenmissbrauch oder Datenverlust publik würde.

Die Auswirkungen einer möglichen Meldepflicht des Datenmissbrauches sind bei den IT-Entscheidern umstritten. Knapp 30 Prozent sehen eher die negativen Seiten wie den Reputationsverlust oder die höheren Kosten. Nur knapp ein Drittel der Befragten würde eine gesetzliche Meldepflicht begrüßen.

Zu den gewinnbringenden Effekten einer Meldepflicht zählen die Befragten, dass die Mitarbeiter ein besseres Verständnis für die Notwendigkeit von Sicherheitslösungen bekommen könnten. Der Kostenfaktor spielt bei einer möglichen Meldepflicht ebenso eine Rolle. Ein Viertel der Befragten rechnet mit einer Steigerung der Kosten um fünf bis zehn Prozent, 8,8 Prozent sogar um 20 bis 30 Prozent.

"Viele Unternehmen sind unsicher, wie ein Fall von Datenverlust wirkt, wenn die Öffentlichkeit davon erfährt", sagte Michael Scheffler, Geschäftsführer der Clearswift. Außerdem sei die Mehrheit der Meinung, dass eine mögliche Meldepflicht teuer werde und für die IT-Abteilung viel zusätzliche Arbeit bedeuten könnte.

7,5 Prozent hatten in den letzten eineinhalb Jahren mindestens einen Fall von Datenverlust zu beklagen, fast die Hälfte davon mehr als einen Fall. Nach der Studie ist E-Mail mit 67 Prozent das am häufigsten eingesetzte Mittel für die Datenübertragung – ein Viertel der Fälle von Datenverlust geschah per E-Mail.

87,5 Prozent gaben an, dass Daten verloren gingen, die auf mobilen Geräten wie CDs, USB-Sticks, MP3-Playern oder Laptops gespeichert waren. Nur 19,4 Prozent hatten bereits Schutzfunktionen für diesen Fall eingerichtet.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
 
Anzeige
Anzeige
Ausserdem neu in

Samsung-Tablet: Apple scheitert mit Verkaufsverbot

Das Tablet "Galaxy Tab 10.1N" von Samsung wird es auch weiter in Deutschland zu kaufen geben. Das Landgericht Düsseldorf lehnte einen entsprechenden ...
09. Februar 2012

Das steckt hinter AMDs neuer Strategie

Nach einem Analystentag von AMD beschreibt der zweite Teil unseres Hintergrundartikels, die Details der künftig geplanten Technologieprojekte.
09. Februar 2012

Kim Dotcoms Haus beschlagnahmt

Eine Immobilie in Neuseeland aus dem Besitz des Megaupload-Gründers Kim Dotcom wurde jetzt beschlagnahmt.
09. Februar 2012

neueste leserkommentare
08. Februar 2012 | 08:38 Uhr

Die Überschrift "pöbeln" wird im Text nicht belegt

Das was da von Herrn Friedrich zitiert wird hat nichts mit pöbeln zu tun! Es ist mir völlig unverständlich, wie man hier von pöbeln schreiben kann. Mehr ...

zu Innenminister Friedrich pöbelt gegen Netzgemeinde
07. Februar 2012 | 16:14 Uhr

Bezirksgericht

Richtig! Danke für die Ergänzung. Mehr ...

zu Münchner Gericht erlaubt Galaxy Tab 10.1N und Nexus
07. Februar 2012 | 11:04 Uhr

Motorola ./. Apple

Leider schaffe ich es nicht, für Apple irgendwelche Tränen zu verlieren nach deren Klageorgie gegen Samsung. Sie haben Motorola ja vorgemacht, wie man so etwas tut. Daß der Schuß nach hinten ... Mehr ...

zu Motorola will Teil der Apple-Umsätze
  • Artikel
  • Bildergalerien
  • Videos
Sponsored Links

Silicon Vorlagen für Business-Profis: Große Auswahl an Vorlagen zu Handelsvertretungen

Silicon Vorlagen für Business-Profis: Große Auswahl an Vorlagen zu Planung mit Excel

Projektmanager – Strategisches Marketing

bei Schreiner Group GmbH & Co. KG (Feste Anstellung)

Geschäftsführer (m/w) Spezialkreditinstitut

bei GET AHEAD AG (Feste Anstellung)

Heimleiter / Heimleiterin

bei LebensWerk GmbH (Feste Anstellung)

Trackbacks und Pingbacks

TrackbackTrackback-URL:

Link zum Artikel setzen bei