CNET.DE | SILICON.DE | ZDNET.DE
Anzeige
ANZEIGE
Management
Mittelstand

Microsoft erweitert Firefox

Lutz Poessneck
|
Donnerstag, 4. Dezember 2008, 13:11 Uhr

Das war vor Jahren noch unvorstellbar: Microsoft hat eine Zusatzsoftware für eine Anwendung eines Erzrivalen veröffentlicht. Es handelt sich um den 'Open XML Document Viewer', ein Plug-in für den Firefox-Browser.

Das Plug-in steht auf der Microsoft-Seite CodePlex zum kostenfreien Download bereit. Firefox-Nutzer können damit Dokumente im Microsoft-Format 'Office Open XML' (OOXML) betrachten, ohne vorher Redmonds Büro-Suite 'Office' oder das quelloffene 'Open Office' zu installieren.

Der Open XML Document Viewer steht für Linux und Windows zur Verfügung – unter der 'Microsoft Public License' (Ms-PL). Diese Lizenz ist die mit Open-Source-Lizenz GPL 3.0 kompatibel.

Die neue Software ist ein Ergebnis der 'Document Interoperability Initiative' (DII) – einer Arbeitsgruppe, die Microsoft im März initiiert hat. In der Initiative arbeiten unter anderem Novell und QuickOffice mit. Die Gruppe soll Lösungen erarbeiten, die die Interoperabilität von OOXML und anderen Formaten verbessern– vor allem mit dem quelloffenen Open Document Format (ODF).

Das Plug-in wurde zwar nicht direkt von Microsoft-Mitarbeitern programmiert, sondern vom indischen Software-Hersteller MindTree. Redmond gab jedoch Programmierhinweise und half beim Projektmanagement. In der Branche hat Microsofts Schritt ein geteiltes Echo ausgelöst. Einige Microsoft-Skeptiker werten ihn als einen Versuch, die Verbreitung von Open Office zu begrenzen. Habe ein Anwender das Firefox-Plug-in installiert, könne er schließlich OOXML-Dokumente betrachten, ohne Open Office zu nutzen.

Microsoft könnte es darum gehen, OOXML wiederzubeleben, sagte John McCreesh, Vertreter des Open-Source-Projektes OpenOffice.org, dem Branchendienst ZDNet. Die Reaktion auf OOXML sei für Microsoft nicht ermutigend gewesen. Er habe den Eindruck gehabt, dass das Unternehmen OOXML bereits zu den Akten gelegt habe.

Fotogalerie: Zehn Alternativen zum Internet Explorer

Maxthon erinnert zuallererst an den Internet Explorer. Kein Wunder - er basiert auf ihm. Aber er hat auch ein paar zusätzliche Features, wie etwa eine umfangreiche Suchfunktion (hier im Bild). Zudem werden ein Popup-Blocker sowie ein Content-Filter mitgeliefert, die ihnen Flash-Werbung ersparen.
Noch ein IE-Klon: Avant ist ein Cloud-Browser, der die Favoriten, Passwörter, RSS Feeds und alles mögliche andere online abspeichert. Er zeigt verschiedene geöffnete Sites in nur einem Fenster an - das sogenannte "tabbed browsing" -, wobei ein Tabbed Document Interface dabei helfen soll, die Übersicht zu behalten.
Von dem haben Sie sicher schon mal gehört, was? Oder Sie benutzen ihn gerade - denn er ist die meistgenutzte Alternative zum IE: Mit rund 20 Prozent weltweitem Marktanteil ist Firefox von der Mozilla Foundation ein echter Konkurrent für Redmond. In Deutschland ist der Anteil sogar noch größer. Müssen wir nix mehr zu sagen, oder? Außer vielleicht, dass Sie viele neue Freunde auf offener Straße finden, wenn Sie mit einem Firefox-T-Shirt unterwegs sind.

 Klicken Sie auf eines der Bilder, um die Fotogalerie zu starten

  1 | 2 Seite 2/2 »
 
Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
 
Anzeige
Anzeige
Ausserdem neu in

Samsung-Tablet: Apple scheitert mit Verkaufsverbot

Das Tablet "Galaxy Tab 10.1N" von Samsung wird es auch weiter in Deutschland zu kaufen geben. Das Landgericht Düsseldorf lehnte einen entsprechenden ...
09. Februar 2012

Das steckt hinter AMDs neuer Strategie

Nach einem Analystentag von AMD beschreibt der zweite Teil unseres Hintergrundartikels, die Details der künftig geplanten Technologieprojekte.
09. Februar 2012

Kim Dotcoms Haus beschlagnahmt

Eine Immobilie in Neuseeland aus dem Besitz des Megaupload-Gründers Kim Dotcom wurde jetzt beschlagnahmt.
09. Februar 2012

neueste leserkommentare
08. Februar 2012 | 08:38 Uhr

Die Überschrift "pöbeln" wird im Text nicht belegt

Das was da von Herrn Friedrich zitiert wird hat nichts mit pöbeln zu tun! Es ist mir völlig unverständlich, wie man hier von pöbeln schreiben kann. Mehr ...

zu Innenminister Friedrich pöbelt gegen Netzgemeinde
07. Februar 2012 | 16:14 Uhr

Bezirksgericht

Richtig! Danke für die Ergänzung. Mehr ...

zu Münchner Gericht erlaubt Galaxy Tab 10.1N und Nexus
07. Februar 2012 | 11:04 Uhr

Motorola ./. Apple

Leider schaffe ich es nicht, für Apple irgendwelche Tränen zu verlieren nach deren Klageorgie gegen Samsung. Sie haben Motorola ja vorgemacht, wie man so etwas tut. Daß der Schuß nach hinten ... Mehr ...

zu Motorola will Teil der Apple-Umsätze
  • Artikel
  • Bildergalerien
  • Videos
Sponsored Links

Silicon Vorlagen für Business-Profis: Große Auswahl an Vorlagen zu Bewerbungsanschreiben

Silicon Vorlagen für Business-Profis: Große Auswahl an Vorlagen zu Polnische Verträge

Projektleiter F&E-Verbünde und Netzwerkprojekte (m/w)

bei Chemie-Cluster Bayern GmbH (Feste Anstellung)

Head of Business Intelligence (m/w)

bei Frontline GmbH (Feste Anstellung)

Baudirektor/in BesGr. A 15 BBO

bei Stadt Frankfurt am Main (Feste Anstellung)

Trackbacks und Pingbacks

TrackbackTrackback-URL:

Link zum Artikel setzen bei