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Management
Mittelstand

Android-Netbooks schrecken Microsoft

Lutz Poessneck
|
Montag, 23. Februar 2009, 11:55 Uhr

Asus, der Erfinder der Netbooks, könnte noch in diesem Jahr ein Netbook mit dem quelloffenen Betriebssystem Google Android auf den Markt bringen. Daran dürfte vor allem Microsoft zu knabbern haben.

Seit Jahren wird in der Branche diskutiert, ob Google Microsoft die Marktführerschaft bei den Betriebssystemen streitig machen will. Google hat solche Ambitionen offiziell nie bestätigt – und Android entwickeln lassen, ein freies Linux-Betriebssystem für mobile Geräte.

Auch Laptops sind mobile Geräte. Laptops verdrängen gerade die Desktop-Rechner und laufen bislang mehrheitlich mit Windows. Das trifft auch auf die populären Netbooks zu. Windows konkurriert hier jedoch bereits mit Linux.

Acer und Asus, die größten Laptop-Hersteller, liefern derzeit 30 Prozent ihrer Netbooks mit Linux aus. Nach Angaben des Marktforschers Gartner hielt Windows im vierten Quartal 2008 bei den Netbooks einen Marktanteil von insgesamt 85 Prozent, 15 Prozent gingen an Linux.

Nicht nur, dass Microsoft Marktanteile an Linux abgeben musste – jetzt droht von Android neue Gefahr. Asus werde bis zum Ende des Jahres ein Android-Netbook entwickeln, sagte Samson Hu, Chef des Asus-Eee-PC-Geschäfts, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Ende des Jahres werde man auch entscheiden, ob das Netbook produziert wird.

"Hinter Android steht die Stärke von Google", sagte dazu Calvin Huang, Analyst bei Daiwa Securities Group. Android könne Windows Marktanteile abnehmen. "Der Nutzen von Android ist die freie Lizenz. Zudem kann man einen energieeffizienteren und billigeren Prozessor nutzen."

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