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Management
Mittelstand

Deutsche Versorger verschlafen Smart Metering

Lutz Poessneck
|
Mittwoch, 25. November 2009, 16:27 Uhr

Ab Januar 2010 gilt die Pflicht zum Einbau elektronischer Stromzähler in Neubauten und nach grundlegenden Renovierungen. Während die deutschen Versorger laut Steria Mummert Consulting das Smart Metering jedoch verschlafen, ist man im englischen Sprachraum weiter. silicon.de zeigt in einer Bildergalerie Lösungen, die dort teilweise bereits verfügbar sind.

Nach Angaben des Unternehmensberaters Steria Mummert Consulting fehlen vielen deutschen Versorgern zukunftsweisende Konzepte für das Smart Metering. Bisher reagiere die große Mehrheit der Unternehmen eher abwartend und ziele darauf ab, Lösungen anzubieten, die gerade einmal die Mindestanforderungen des Gesetzgebers erfüllen und den Investitionsbedarf minimieren.

Nach diesen Angaben entwickelt derzeit nur eine Minderheit beispielsweise differenzierte Produkte zur zeitlichen Verbrauchssteuerung oder Flatrates, um den Verbrauchern Anreize zu geben, Energie einzusparen und ihre Energiekosten zu senken.

Der Grund für die Zurückhaltung der Versorger: Sie bezweifeln den Nutzen des Smart Metering für das eigene Unternehmen und vermuten geringes Potenzial. Sie sind nicht davon überzeugt, dass intelligente Zähler durch Tarifmodelle und Dienstleistungsangebote neue Chancen eröffnen werden. Da die Investitionshöhen beträchtlich sind und auch nicht auf den Kunden abgewälzt werden können, tendieren Versorger zu Minimallösungen.

"Damit denken einige Unternehmen zu kurzfristig", so Hagen Förster, Senior Manager bei Steria Mummert Consulting. "Erstens zeigt die Erfahrung aus zehn Jahren Liberalisierung, dass der Gesetzgeber restriktivere Vorgaben beschließt, wenn die angestrebten Ziele nicht erreicht werden. Und zweitens bietet sich für die Unternehmen die Möglichkeit, mit innovativen Modellen im Wettbewerb zu punkten und für sich neue Marktanteile zu erschließen beziehungsweise bestehende zu halten."

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