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Management
Mittelstand

Malware-Sorgentelefon für Deutschland

Lutz Poessneck
|
Mittwoch, 9. Dezember 2009, 08:18 Uhr

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Verband der deutschen Internetwirtschaft (Eco) haben die Gründung einer Malware-Beratungsstelle angekündigt. Ab dem kommenden Jahr sollen PC-Nutzer Hilfe beim Entfernen von Viren und anderer Schadsoftware erhalten.

Das wurde auf dem vierten Nationalen IT-Gipfel bekannt, der am 8. Dezember in Stuttgart stattfand. Demnach verhandelt der Eco-Verband mit Internet Service Providern über eine Zusammenarbeit. Die Provider sollen Anwender mit infizierten Rechnern auf eine Website verweisen, die Hilfestellungen und Programme zum Entfernen von Schadsoftware bereitstellt.

Sollte dieser erste Schritt erfolglos bleiben, erhalten die Nutzer telefonische Unterstützung von 40 Callcenter-Mitarbeitern. "Mit dem Projekt möchten wir Deutschland mittelfristig aus den Top 10 der Länder herausbringen, von denen schädliche Online-Aktivitäten ausgehen", sagte Sven Karge, Fachbereichsleiter Content bei Eco.

Bevor die Beratungsstelle im kommenden Jahr ihren Dienst aufnimmt, müssen Karge zufolge noch Sanktionen für Nutzer mit infizierten Rechnern festgelegt werden, die eine kostenlose Teilnahme verweigern. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa sagte er: "Wer im Netz ohne Virenschutz unterwegs ist, gefährdet andere Nutzer in etwa wie ein Autofahrer mit kaputten Bremsen."

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