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Management
Mittelstand

Kein Open Source für Schurkenstaaten

Martin Schindler
|
Dienstag, 26. Januar 2010, 16:42 Uhr

SourceForge.net teilt mit, dass der Zugriff auf das laut eigenen Angaben größte quelloffene Entwicklerportal aus bestimmten Ländern nicht mehr möglich ist. Der Iran, Nordkorea, Kuba, Sudan und Syrien stehen auf der schwarzen Liste der US Office of Foreign Assets Control und Nutzer aus diesen Ländern können jetzt auch nicht mehr auf SourceForge zugreifen.

Das Unternehmen, das wie ThinkGeek oder Slashdot zur börsennotierten Geeknet-Gruppe gehört, erklärte, dass es mit der Unterbrechung des freien Informationsflusses nicht glücklich sei, dass man sich aber den Gesetzen des Landes beugen müsse, in dem man lebe.

Das US-Embargo untersagt den Export von Gütern und Technologien in die gelisteten Staaten. Bei einem Verstoß würden den Mitarbeitern von SourceForge Geld- und Gefängnisstrafen drohen. Die Betreiber des Portals haben die Sperrung erst auf Drängen von Nutzern einige Tage nach dem Errichten der Sperre bekannt gegeben.

Rund zwei Millionen Nutzer sind registriert und über 230.000 Projekte werden auf SourceForge gehostet.

Fotogalerie: Der erste deutsche Open-Source-Professor

Im Wintersemester 2009/2010 wurde an der Universität Erlangen-Nürnberg die erste deutsche Open-Source-Professur eingerichtet. Prof. Dr. Dirk Riehle hatte es in der ersten Vorlesung mit 20 Studenten zu tun.
Nürnberg ist durch seine Vergangenheit als Firmensitz von Suse prädestiniert für den Open-Source-Lehrstuhl. Hier der Blick auf die Kaiserburg.
War mal Geschäftsführer von Suse: Richard Seibt. Als Vorstandsvorsitzender der in Nürnberg ansässigen Open Source Business Foundation (OSBF e.V.) fädelte er die Professur ein.

 Klicken Sie auf eines der Bilder, um die Fotogalerie zu starten

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