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Management
Mittelstand

Millionenwert: Hacker erbeuten CO2-Zertifikate

Sibylle Gassner
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Mittwoch, 3. Februar 2010, 11:15 Uhr

Ein groß angelegter Datenangriff hat offenbar die amtlichen Register für den Emissionshandel in halb Europa lahm gelegt. Hacker hätten vergangene Woche die Zugangsdaten zahlreicher Unternehmen erbeutet, berichtet die Financial Times Deutschland. Derzeit würden die betroffenen Behörden ihre Sicherheitssysteme überarbeiten.

Dem Bericht zufolge erbeuteten die Cyberkriminellen Verschmutzungsrechte und verkauften sie weiter. Die Höhe des Schadens lässt sich noch nicht abschätzen. Allein in Deutschland habe die Überprüfung von einige Dutzend Transaktionen bereits neun Betrugsfälle ergeben. Allein ein mittelständischer Industriebetrieb hat nach FTD-Informationen Rechte im Wert von 1,5 Millionen Euro verloren. Betroffen seien aber auch Stromversorger und Händler.

Die Betrüger hätten in einer E-Mail an mehrere europäische sowie einige japanische und neuseeländische Unternehmen eine Mitteilung der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) in Potsdam vorgetäuscht. Darin habe es geheißen, zur Abwehr drohender Hackerangriffe müssten sich die Empfänger neu registrieren. Anschließend hätten die Täter Emissionsrechte auf Konten vor allem in Dänemark und Großbritannien übertragen. Von dort seien sie rasch weiterverkauft worden. Die neuen Besitzer gingen wahrscheinlich davon aus, dass sie die Rechte legal erworben hätten.

"Der Angriff war hochprofessionell", sagte ein DEHSt-Mitarbeiter dem Blatt. Das Bundeskriminalamt sei eingeschaltet. Den Rechtehandel über Broker oder die Energiebörse EEX habe der Hackerangriff zwar nicht beeinträchtigt. Die dabei notwendigen Eintragungen in amtliche Datenbanken seien derzeit aber nicht möglich. Die Stelle in Potsdam habe am Freitag den Betrieb eingestellt. "Dabei bleibt es mindestens für den Rest dieser Woche", sagte eine Sprecherin.

Fotogalerie: Hacker-Meeting im Silicon Valley

Dieses Gebäude ist ein Gemeindezentrum. Weil es aber in Kalifornien, genauer gesagt im Silicon Valley steht, ist es zwar - wie es sich für ein Gemeinde-zentrum gehört - ein Treffpunkt für Jung und Alt. Darüberhinaus müssen die Besucher aber eine weitere Voraussetzung erfüllen: Hacker, naja zumindest Porgrammierer, sein.
Im Juli eröffnet, steht hinter dem 'Hacker Dojo' eine Kooperation von Microsoft, Google und Yahoo. Jenseits des erbitterten Wettbewerbs auf dem Markt, geht es hier um ein höheres Ziel: Die gemeinsame Arbeit an zukunftsweisenden Projekten und Technologien. Im November fand im Hacker Dojo das erste große Event statt, 'Random Hacks of Kindness'.
Entwickler, Programmierer und Vordenker der drei Gründer-Firmen sowie unter anderem von der NASA, der WorldBank und anderen Organisationen tauschten zwei Tage lang Ideen zum Thema Katastrophenschutz aus. Im Mittelpunkt stand dabei, wie Technologie im Katastrophenfall helfen kann, beispielsweise beim Informationsaustausch oder der Suche nach Vermissten.

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