CNET.DE | SILICON.DE | ZDNET.DE
BEI ZDNET: Google Chrome: nützlicheAdd-ons und Alternativen
Anzeige
Freitag, 19. März 2010 | 05:06 Uhr
Mobile & IP
Wireless

Handy-Strahlen können DNA schädigen

silicon.de
|
Dienstag, 21. Dezember 2004, 14:02 Uhr

Während Gerätehersteller und Netzbetreiber daran arbeiten, immer mehr Funktionen in immer kleinere Handys zu pressen, warnt eine Studie der EU vor möglichen Schäden durch Funkwellen.

Während Gerätehersteller und Netzbetreiber daran arbeiten, immer mehr Funktionen in immer kleinere Handys zu pressen, warnt eine Studie der Europäischen Union vor möglichen DNA- und Zell-Schäden durch Funkwellen. Für die Untersuchungen haben zwölf Forscherteams aus sieben europäischen Ländern die Auswirkungen von Funkwellen unter Laborbedingungen untersucht. Die Ergebnisse seien kein Beweis für ein Gesundheitsrisiko durch Handys, hieß es. Es seien jedoch weitere Untersuchungen nötig, um die Auswirkungen außerhalb des Labors zu testen. Das vierjährige Forschungsprojekt unter deutscher Leitung untersuchte die Auswirkung von elektromagnetischer Strahlung - wie sie typisch für Handys ist - auf menschliche und tierische Zellen im Labor. Dabei war eine deutliche Zunahme an Bruchstellen in einfachen und doppelten DNA-Strängen zu beobachten. Nicht immer konnte sich die betroffene Zelle selbst reparieren. "Es gab einen bleibenden Schaden für künftige Zell-Generationen", sagte Projektleiter Franz Adlkofer. Mutierte Zellen gelten als möglicher Auslöser für Krebserkrankungen.

Die Strahlung, die für die Versuche verwendet wurde, bewegte sich zwischen einer SAR (Specific Absorption Rate) von 0,3 bis zwei Watt per Kilogramm (W/kg). Die meisten Handys haben einen SAR-Wert zwischen 0,5 und 1 W/kg. Wegen der reinen Labor-Umgebung ist die Studie nach Angaben der Forscher kein Beweis für ein Gesundheitsrisiko. Sie fügten jedoch hinzu, dass "die genotoxischen und phänotypischen Effekte sicher weitere Untersuchungen benötigen - sowohl an Tieren als auch Menschen, die sich freiwillig zur Verfügung stellen".

Adlkofer rät, wann immer möglich zum Festnetz zu greifen oder ein Headset an das Handy anzuschließen. "Wir wollen keine Panik schüren, aber es ist gut Vorsichtsmaßnahmen zu treffen", sagte er. Weitere Forschungen könnten schließlich noch vier bis fünf Jahre dauern.

Die Mobilfunkindustrie versichert derweil immer wieder, dass Handy-Nutzer keine Gesundheitsrisiken zu befürchten hätten. Tatsächlich gibt es bislang keine unabhängige Studie, die beweist, dass die Funkstrahlen einen nachhaltig negative Auswirkungen haben können.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
 
Anzeige
Ausserdem neu in mobile

Die strahlungsintensivsten Handys

Ob Handy-Strahlung schädliche Wirkung auf den menschlichen Organismus hat, ist nicht bewiesen. Der sogenannte SAR-Wert sagt aus, wie hoch ...
18. März 2010

Superexklusiv: Das Porsche Design P'9522 Black Edition

Zunächst wird es in Asien angeboten, dann erst in Deutschland: Das Porsche-Handy trägt seit neustem schwarz.
18. März 2010

Deutscher Internet- und Telekommarkt unter Dampf

In der deutschen TK- und Internetbranche wird sich die Konsolidierung des Marktes 2010 fortsetzen, so eine Studie des Beraters PricewaterhouseCoopers ...
18. März 2010

Effizienter Verkehr mit Car2Car-Kommunikation

Siemens und das BMW Group Technology Office haben ein System vorgestellt, das Daten zwischen Ampel und Fahrzeug übermittelt.
18. März 2010

Huawei nimmt O2 die Servicearbeit ab

Die Mobilfunkinfrastruktur von O2 in Deutschland wird künftig vom chinesischen Ausrüster Huawei gepflegt. Das hat auch Folgen für die Mitarbeiter.
17. März 2010

neueste leserkommentare
18. März 2010 | 15:36 Uhr

Stimmt !

Ausnahmsweise muss ich dem M$ Heini zustimmen ! Die E-Books werden sich durchsetzen auch wenn nicht unbedingt auf Netbooks oder anderen Lesegeräten. Auf iPad dagegen schon (aber ähnlichen ... Mehr ...

zu iPhone kills Bücherregal!
18. März 2010 | 14:48 Uhr

Nichts besonderes...

wenn man den Himmel abzieht sind es nur noch ca. 15. Gigapixel, mehr nicht. Das größte Panoramabild kommt wieder aus Frankreich, Paris : http://www.paris-26-gigapixels.com/index-en.html Das ... Mehr ...

zu Größtes Foto der Welt löst Hype im Internet aus
18. März 2010 | 10:35 Uhr

Wir können alles außer Hochdeutsch

Liebe Leute, Ehingen liegt im Regierungsbezirk Tübingen - udn damit mitten im Herzen des schönen Schwabenlandes. Dort gehen zwar die Uhren auch nicht anders, aber gesprochen wird ein bißchen ... Mehr ...

zu Das Götz-Zitat ist keine strafbare Beleidigung
  • Artikel
  • Bildergalerien
  • Videos

Trackbacks und Pingbacks

TrackbackTrackback-URL:

Link zum Artikel setzen bei