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Donnerstag, 18. März 2010 | 07:40 Uhr
Mobile & IP
Wireless

Handy-Telefonate werden 70 Prozent billiger

Kathrin Schmitt
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Donnerstag, 26. Juni 2008, 16:58 Uhr

Die EU-Kommission will das Telefonieren mit dem Handy weiter deutlich billiger machen. EU-Kommissarin Viviane Reding machte am Donnerstag in Brüssel Vorschläge dazu. Sie will die sogenannten Terminierungsentgelte senken. Nach ihrer Einschätzung könnten in drei Jahren die Gebühren für Handygespräche um bis zu 70 Prozent günstiger werden.

Diese Gebühren berechnen sich Unternehmen, wenn Kunden in einem fremden Netz angerufen werden. Die Höhe der Tarife wird mit den nationalen Wettbewerbshütern, den sogenannten Regulierungsbehörden, festgelegt.

Nach Angaben der EU-Kommission sind die Gebühren in den 27 Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich. Die Zyprioten telefonieren mit 0,02 Euro je Minute am billigsten, die Bulgaren müssen 0,18 Euro je Minute berappen. Außerdem sind sie im Schnitt neunmal höher als die entsprechenden Gebühren im Festnetz. Im Telefonfestnetz koste eine örtliche Zustellung eines Anrufs durchschnittlich 0,0057 Euro je Minute, meldete die dpa.

Die enormen Unterschiede verhinderten, dass sich in der Telekommunikationsbranche ein echter EU-Binnenmarkt bilde, der ja den Wettbewerb zum Nutzen der Verbraucher fördern soll, beklagte Reding. "Die Verbraucher bezahlen den Preis für diese unterschiedliche Regulierungspolitik in den einzelnen Ländern." Sie erwarte innerhalb der nächsten drei Jahre ein einheitliches Vorgehen der Wettbewerbshüter in der EU, um die Preise von Handygesprächen um etwa 70 Prozent gegenüber dem heutigen Niveau zu senken, wie sie sagte.

Unterstützung bekommt Reding von Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. "Kostenorientierte Terminierungsentgelte werden zweifellos den Wettbewerb zum Vorteil der Verbraucher anregen, die dadurch niedrigere Endpreise erwarten können", sagte sie. "Diese Empfehlung wird auch großen Teilen der Telekommunikationsbranche nutzen, weil sie Wettbewerbsverzerrungen zwischen Festnetz- und Mobilfunkbetreibern beseitigen dürfte."

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