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Auch das Noch

Roboter: Selbstmord für die Weltraum-Forschung

Sibylle Gassner
|
Dienstag, 7. September 2010, 16:06 Uhr

Bei der NASA arbeiten die Forscher bereits seit einiger Zeit an Konzepten, wie sich der Weltraum mit Hilfe von Robotern erforschen lässt. Die jüngste Idee: Roboter-Schwärme, die bei Bedarf Selbstmord begehen.

Die Idee stammt aus dem Insektenreich: Im Schwarm stellen die Tiere das Wohl der Gruppe über das eigene. Übertragen auf die Roboterwelt heißt das, dass einzelne Drohnen quasi Selbstmord begehen können, um so das Kollektiv vor dem eigenen katastrophalen Ausfall zu schützen.

Fotogalerie: Robonaut 2 auf dem Weg ins Weltall

Der humanoide Roboter "Robonaut 2" (R2) wurde von der NASA und General Motors (GM) gemeinsam entwickelt. GM kündigte am Mittwochabend an, dass der Roboter nun bereit sei, seine Fähigkeiten im Weltall zu beweisen.
Hinaus ins Weltall soll es im September gehen. Dann reist der humanoide Roboter R2 im Rahmen der STS-133 Mission mit dem Space Shuttle Discovery zur internationalen Raumstation ISS, um dort erste Praxistests in Schwerelosigkeit zu durchlaufen.
Der R2 ist ein Roboter, der sich nicht zuletzt durch sehr geschickte, menschenähnliche Hände auszeichnet. Er besteht aus einem Torso mit Kopf, zwei Armen und zwei menschenähnlichen Händen. Die Hände des Roboters arbeiten sehr exakt. So können diese ein Stück Papier nehmen, ohne das dieses zerknittert wird.

 Klicken Sie auf eines der Bilder, um die Fotogalerie zu starten

Forscher in aller Welt arbeiten seit Jahren darauf hin, mittels autonomen Roboterschwärmen beispielsweise den Mars zu erkunden – die jüngste Idee stammt von den Wissenschaftlern am NASA Goddard Space Flight Center. Sie betonen, dass bei solchen Missionen jeder einzelne Roboter zugleich ein Risiko darstellt. Denn wenn es bei einer Drohne zu technischen Problemen komme, drohe beispielsweise die Gefahr von Zusammenstößen mit anderen Schwarmmitgliedern.

Daher sollte jede Roboterdrohne in der Lage sein, bestimmte Anzeichen für ein baldiges Versagen zu erkennen, so die Idee der NASA-Wissenschaftler. Dann wäre es möglich, dass sich eine Drohne selbst zum Wohle des Schwarms opfert. Bevor es zu einem Unfall aufgrund eines Defekts kommt, erfolgt dazu eine Kursänderung oder Selbstabschaltung, so das Konzept. Dadurch ist der restliche Schwarm in der Lage, ohne große Störung und so effizient wie möglich weiter seiner wissenschaftlichen Mission nachgehen.

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