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Dienstag, 9. Februar 2010 | 15:26 Uhr
Sicherheit
Antivirus

Deutschland holt Bronze als Malware-Hoster

Kathrin Schmitt
|
Donnerstag, 31. Juli 2008, 11:23 Uhr

Der Security-Dienstleister ScanSafe misst derzeit die Ströme von Malware, die anlässlich des Olympia-Beginns aus den einzelnen Ländern kommen. Dabei ist Malware aus China auf Platz eins, Malware aus den USA landet auf Platz zwei und überraschenderweise kommt Deutschland als Malware-Hoster auf den dritten Platz.

Aufgrund der Schädlinge, die ScanSafe allein im Juni geblockt hat, sieht die Rangliste so aus: Die USA zeichnet für 42 Prozent aller Malware verantwortlich. China belegt mit 12 Prozent den zweiten Platz. Und Deutschland landet – zwar weit abgeschlagen – immer noch auf Rang drei und hostet 6 Prozent der Malware weltweit, teilte ScanSafe jetzt mit.

Fotogalerie: Verseuchte E-Mails – laut, bunt und ja: irgendwie lustig

Der E-Mail-Wurm 'Avron' verbreitet sich via Internet und reist im Anhang infizierter Nachrichten. Einmal in einem System angekommen, verbreitet er sich dort über gemeinsam genutzte Laufwerke und betätigt sich nebenbei als Passwort-Dieb.
'Calposa' kommt mit einer E-Mail mit folgender Betreffzeile: "Antivirus-Programme verderben Ihre Software!". In der Mail dann folgender Text: "Wollen Sie wissen, warum Sie Junk-Mails bekommen? Nun, hier ist der Beweis, dass Antivirus-Firmen Ihre Software manipulieren und vertrauliche Informationen an Internetunter-nehmen verkaufen! Warum glauben Sie, gibt es so viele Viren da draußen?"
Der Backdoor-Trojaner 'Cabrotor' wurde in der Programmiersprache Delphi geschrieben. Wird er ausgeführt kopiert er sich selbst in das Windows-Directory und meldet sich selbst im System Registry an. Am Ende öffnet der Schädling eine Verbindung zum IRC-Channel und wartet auf weitere Befehle des Hacker.

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Auf den Plätzen vier und fünf folgen Großbritannien mit 5 Prozent und Russland mit 4 Prozent Malware-Anteil. Ein beachtlicher Anteil an Malware-Hosts vom Juni war den so genannten 'Fast Flux Service Netzwerken' zuzurechnen, hieß es weiter. So bezeichnet ScanSafe eine Botnet-Infrastruktur, bei der sich der eigentliche Host hinter einer großen Zahl zwischengeschalteter Botnet-Server verbirgt. Darüber wurden vor allem Trojaner verbreitet, die mit dem Asprox-Toolkit erstellt worden waren.

"Es wird einen deutlichen Zuwachs an Spam, Blog- und Forumsbeiträgen zu den Olympischen Spielen geben, die potenzielle Opfer böswillig auf infizierte Seiten locken", sagte Mary Landesman, Senior Security Researcher bei ScanSafe. Diese Warnung gelte nicht nur für fragwürdige, sondern auch für seriöse Sites etwa von Fernsehstationen, die von Hackern zunehmend als Verteiler von Schadsoftware missbraucht werden.

Dabei belegt der aktuelle ScanSafe-Report, dass sich schon im Vorfeld der Olympiade die Menge der webbasierten Malware im ersten Halbjahr 2008 um 278 Prozent nahezu verdreifachte. Zu den voraussichtlich am meisten gefährdeten Webseiten gehören solche, die aktuelle Informationen oder Videosequenzen verteilen. Angesichts dieser Situation sollten Unternehmen jetzt ihre Richtlinien für die Internet-Nutzung während der Olympischen Spiele überprüfen.

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