CNET.DE | SILICON.DE | ZDNET.DE
BEI ZDNET: Lenovo B500: All-in-One mit mattem 23-Zoll-Display im Test
Anzeige
Donnerstag, 9. September 2010 | 09:50 Uhr
Sicherheit
Security-Management

Spam-Aufkommen wächst auf das Hundertfache

Kathrin Schmitt
|
Dienstag, 27. Mai 2008, 13:48 Uhr

Seit Mitte 2005 ist das Spam-Aufkommen bei Unternehmen in Deutschland rasant angestiegen. Das belegen Zahlen des Berliner E-Mail-Sicherheitsspezialisten eleven. So wuchs das durchschnittliche monatliche Spam-Aufkommen eines Großunternehmens zwischen Juli 2005 und April 2008 um mehr als 12.000 Prozent - ein Anstieg um das 120-fache.

Spam-Mails waren im April 2008 durchschnittlich für mehr als 98 Prozent des gesamten E-Mail-Aufkommens verantwortlich. Auch 2008 nimmt die Spam-Flut weiter zu, teilte der Spezialist eleven mit. So hat sich die durchschnittliche Anzahl unerwünschter Werbe-E-Mails seit Jahresbeginn gegenüber der Rekordmarke vom Dezember 2007 erneut mehr als verdoppelt.

Die Messungen von eleven widersprechen damit Aussagen, wonach das Spam-Aufkommen im 1. Quartal 2008 stagniert habe oder gar zurückgegangen sei. Nach einem moderaten Wachstum in den ersten zwei Monaten des Jahres verzeichnete eleven dabei vor allem in der ersten Märzhälfte und dann erneut Mitte April einen sprunghaften Anstieg des Spam-Volumens.

Robert Rothe, Gründer und Geschäftsführer von eleven, gab den Botnets einen Großteil der Schuld an diesem Zustand. So sei es geradezu ein Trend, dass sich Spam in Wellen verbreite, die durch Botnets verbreitet würden, sagte er. "Zwischen diesen stabilisiert sich das Spam-Volumen auf hohem Niveau, bevor es durch die nächste Welle weiter in die Höhe getrieben wird. Im Durchschnitt müssen wir aber feststellen, dass Unternehmen heute mit etwa doppelt so viel Spam zu kämpfen haben, wie noch Ende 2007", sagte er.

Als weitere Trends 2008 machte Rothe die Rückkehr zu Spam-Mails mit sehr kurzen und einfachen Texten sowie die zunehmende Nutzung legitimer E-Mail-Infrastrukturen durch die Spammer aus. So würden verstärkt Unternehmensnetzwerke, sowie Mail-Server von Internet Service Providern (ISP) zum Spam-Versand benutzt, um durch die vermeintlich vertrauenswürdigen Absender Reputations-Filter sowie Black- und Whitelists zu umgehen. Eine Folge davon: Seit Jahresbeginn konzentrieren sich die Spam-Aktivitäten zunehmend auf die Geschäftszeiten von Unternehmen und damit auf die Tage Montag bis Freitag.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
 
Anzeige
Ausserdem neu in sicherheit

Gericht bremst Werbe-E-Mails

Das Oberlandesgericht Hamburg hat den Schutz der Verbraucher vor Werbe-E-Mails gestärkt (Urteil vom 29. Juli 2009, Az.: 5 U 43/08).
07. September 2010

IE-8-Leck ermöglicht Datenklau

Microsofts Security Response Team hat per Twitter angekündigt, es werde eine Sicherheitslücke im Internet Explorer untersuchen.
07. September 2010

Online-Kriminelle werden immer raffinierter

Einer Studie des Bitkom zufolge sind bereits sechs Millionen Deutsche Opfer von Internet-Betrügern geworden. Als Schwachstelle sehen Ermittler ...
06. September 2010

Google zahlt an Datenschutzverbände

Ende vergangener Woche hat Google einen Rechtsstreit um angebliche Datenschutzverstöße im Zusammenhang mit seinem Kommunikationsdienst 'Buzz' ...
06. September 2010

Neue Großdemonstration 'Freiheit statt Angst'

Bürgerrechtler und Datenschützer haben für den 11. September 2010 zu einer erneuten Großdemonstration 'Freiheit statt Angst' aufgerufen.
06. September 2010

neueste leserkommentare
08. September 2010 | 12:23 Uhr

IT-Compliance

Die Ausgaben der Unternehmen für Compliance steigen jährlich an, gleichzeitig nimmt aber das Vertrauen in die vorhandene Compliance stetig ab. Denn viele Compliance-Verantwortliche kennen ... Mehr ...

zu IT-Compliance: Spagat zwischen zu viel und zu wenig Kontrolle
08. September 2010 | 11:04 Uhr

Was nun zu erwarten ist

Na dann kann man ja drauf gespannt sein was er bei Oracle alles anstellt. Zunächst wird er den Pensionsfonds zu Geld machen, Mitarbeiter feuern, die Firmenwagen beschneiden und alle Abteilungen ... Mehr ...

zu Mark Hurd wird Kronprinz bei Oracle
08. September 2010 | 10:48 Uhr

Männerkenntnis = 0?

Was ist das denn für ein ausgemachter Quatsch. "In einem persönlichen Treffen hätten die Probanden wahrscheinlich weniger Informationen herausgegeben." Wo lebt denn Frau Datcu? Die Wahrscheinlichkeit, ... Mehr ...

zu Blondine macht IT-Profis schwach
  • Artikel
  • Bildergalerien
  • Videos

Trackbacks und Pingbacks

TrackbackTrackback-URL:

Link zum Artikel setzen bei