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Freitag, 3. September 2010 | 05:07 Uhr
Sicherheit
Security-Management

Spammer täuschen Kindesentführung vor

Kathrin Schmitt
|
Donnerstag, 28. August 2008, 15:36 Uhr

Die jüngste Spam-Mail appelliert auf sehr hinterhältige Weise an das Beste im Menschen: Eine angebliche Kindesentführung wird per Mail beschrieben. Doch wer auf den Anhang klickt, der das Bild des angeblich entführten Kindes enthält, erlebt eine böse Überraschung.

Wie der Security-Anbieter Sophos mitteilte, handelt es sich um eine Social Engineering Kampagne, die böse enden kann.

Fotogalerie: Verseuchte E-Mails – laut, bunt und ja: irgendwie lustig

Der E-Mail-Wurm 'Avron' verbreitet sich via Internet und reist im Anhang infizierter Nachrichten. Einmal in einem System angekommen, verbreitet er sich dort über gemeinsam genutzte Laufwerke und betätigt sich nebenbei als Passwort-Dieb.
'Calposa' kommt mit einer E-Mail mit folgender Betreffzeile: "Antivirus-Programme verderben Ihre Software!". In der Mail dann folgender Text: "Wollen Sie wissen, warum Sie Junk-Mails bekommen? Nun, hier ist der Beweis, dass Antivirus-Firmen Ihre Software manipulieren und vertrauliche Informationen an Internetunter-nehmen verkaufen! Warum glauben Sie, gibt es so viele Viren da draußen?"
Der Backdoor-Trojaner 'Cabrotor' wurde in der Programmiersprache Delphi geschrieben. Wird er ausgeführt kopiert er sich selbst in das Windows-Directory und meldet sich selbst im System Registry an. Am Ende öffnet der Schädling eine Verbindung zum IRC-Channel und wartet auf weitere Befehle des Hacker.

 Klicken Sie auf eines der Bilder, um die Fotogalerie zu starten

Die angeblichen Entführer weisen in gebrochenem Englisch darauf hin, dass sie das Baby des Adressaten entführt hätten. Gegen Zahlung von 50.000 Dollar wollen sie es wieder freigeben, besagt der grammatikalisch unsaubere Text laut Sophos. In den bisher abgefangenen Mails steht: "We have hijacked your baby but you must pay once to us 50.000 Dollars. The details we will send later...".

Es wird dringend davor gewarnt, auf den Anhang zu klicken. Dieser enthält den Trojaner, den Sophos als Troj/Resex-Fam listet. Sophos nannte diese Spam-Welle besonders hinterhältig. Die Spammer haben immer weniger Skrupel, die grundlegendsten Instinkte der Menschen auszunutzen, hieß es. Deshalb sei hier besonders viel Aufmerksamkeit geboten.

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