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Donnerstag, 9. September 2010 | 09:49 Uhr
Software & Services
Business-Software
Akzeptanz und IT-Kontrolle

Knowledge Management – was bleibt vom Hype?

Kathrin Schmitt
|
Donnerstag, 13. September 2007, 17:31 Uhr

Wie die Experten der Deutsche-Bank-nahen Marktforschungsgesellschaft DB Research feststellten, wird der Markt für Knowledge Management in Deutschland langsam erwachsen. Die Kundenerwartungen werden realistischer.

Die Desillusionierung, die in den letzten Jahren dem Wissensmanagement anhaftete, wird zunehmend durch fundierte Erkenntnisse ersetzt, die den Übergang in die Produktivität ermöglichen, hieß es in einem Bericht der Marktforscher von DB Research.

Hierbei sei das bewusste Aufzeigen der Wirksamkeit von Wissensmanagement-Maßnahmen und ihres ökonomischen Beitrags entscheidend. Doch erst wenn Strategien, Prozesse, Systeme und Wissensmanagement-Handlungsfelder integriert oder abgestimmt sind, lässt sich demnach ein wirkungsvolles Wissensmanagement realisieren.

Die Experten rieten zu einer breiter angelegten Herangehensweise. Schließlich habe sich gezeigt, dass eine reine Fokussierung von Wissensmanagement auf Dokumenten- oder Content-Management häufig zu dem Problem führt. Darunter seien die häufigsten eine subjektive "Langsamkeit" und "Aufwändigkeit" in Verbindung mit den Lösungen. Dieser Eindruck entstehe durch die wichtige Vorarbeit: das vergleichsweise zeitraubende Erstellen und Verschlagworten von Informationen.

Doch eine Reduktion des Wissensmanagements auf die Systemebene führe mittelfristig ebenso zu Erklärungszwängen. Die Experten rieten zu einer ausformulierten Strategie, gekoppelt mit einem passenden Messsystem, um die Kontrolle auch mittel- und langfristig in der Hand zu behalten. So könnten die Anwender den Erfolg einer solchen umfangreichen und teilweise teuren Maßnahme immer belegen. Dafür müssten die Wissensmanagement-Prozesse allerdings den konkreten Arbeitsabläufen entsprechend gestaltet und unterstützt werden.

Die Analysten bei DB Research rieten andererseits dazu, die Systeme, die für die regulären Arbeitsabläufe genutzt werden, zu integrieren. Dabei seien auch Ansätze wie Weblogs, Wikis, Social Networks und Tagging denkbar. Sie böten gute Potenziale, um vergleichsweise einfach und zielgerichtet Wissensmanagement-Maßnahmen zu unterstützen. Und sie haben noch eine gute Nachricht für den Markt: Knowledge Management habe sich von Anfang der 90er Jahre bis heute endlich auf das "Plateau der Produktivität" in Richtung zur Reife hin bewegt.

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