CNET.DE | SILICON.DE | ZDNET.DE
BEI ZDNET: Warum Android besser ist als Apples unflexibles iPhone OS
Anzeige
Samstag, 13. März 2010 | 22:49 Uhr
Software & Services
IT-Services
Innovation

Biogas fürs Rechenzentrum

Lutz Pößneck
|
Freitag, 27. Juli 2007, 15:29 Uhr

T-Systems hat in seinem Rechenzentrum im Euro-Industriepark (EIP) München den Dauertest einer Brennstoffzelle gestartet.

Die Brennstoffzelle wird mit Biomethan betrieben, das aus einer Anlage der Aufwind Schmack GmbH Neue Energien in Pliening unweit von München stammt. Zunächst wird ein einziger Serverraum von der Zelle mit Strom und Kühlung versorgt. Um das ganze Rechenzentrum (RZ) per Biogas zu betreiben, seien 40 bis 80 derartige Zellen notwendig, sagte Manfred Teumer, T-Systems Leiter Infrastructure & Architecture Services.

Bislang beziehen Rechenzentren ihren Strom aus dem Netz. Notstromaggregate überbrücken mögliche Ausfälle. T-Systems betrachtet den Einsatz der Zelle jedoch als einen ersten Schritt zu einem Rechenzentrum, das unabhängig vom öffentlichen Stromnetz funktioniert und gleichzeitig erneuerbare Energien nutzt.

Nach Angaben von T-Systems ist der Anteil an Energie, der im EIP-RZ für die IT-Server benötigt wird, etwa so hoch wie der Energieverbrauch für alle anderen RZ-Prozesse. Demnach ist der Aufwand für die Klimatisierung der Anlage im Laufe der letzten Jahre konstant gestiegen – weil die Server im Rack immer dichter gestapelt wurden und die zu kühlende Wärmemenge pro Quadratmeter immer größer wurde.

Die jetzt installierte Anlage ist ein Forschungsprojekt der Telekom-Töchter T-Systems und Power and Air Solutions sowie deren Kooperationspartnern Voigt und Haeffner und CFC Solutions. Nach Angaben Teumers kostet der Betrieb der Anlage 2,5 Millionen Euro im Jahr. Eine Förderung in Höhe von 1 Million Euro sei beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie beantragt.

Die Brennstoffzelle, genannt Hot-Module, wurde von CFC Solutions entwickelt. Die Zelle wird jetzt rund um die Uhr an sieben Wochentagen eingesetzt. Für diese bislang nicht getestete Betriebsform sei ein Rechenzentrum der ideale Anwendungsfall, da es einen konstanten Energieverbrauch ohne Spitzenlast aufweise, hieß es.

Zu den wichtigsten Vorkehrungen bei diesem Projekt gehört die so genannte Kreuzverkabelung. Dabei sind für einen IT-Rechner zwei völlig getrennte Stromversorgungen eingerichtet, so dass der Betrieb bei einem Ausfall der unterbrechungsfreien Stromversorgung gesichert ist. Fällt das öffentliche Stromnetz aus, übernimmt die Brennstoffzelle die Versorgung zu 100 Prozent.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
 
Anzeige
Ausserdem neu in software

Pink Floyd gewinnt, ändert aber nichts

Verwirrung um Richterspruch: Die Rockband hat gegen seine Plattenfirma EMI gewonnen, diese will ihre Verkaufspraktik aber nicht ändern.
12. März 2010

Business ByDesign: Es wird spannend

2010 wird für SAPs On-Demand-Lösung ein wichtiges Jahr werden. Mit einer neuen Version könnte auch die kontrollierte Markteinführung fallen.
12. März 2010

Apple Safari aktualisiert

Der Hersteller Apple hat seinen Browser Safari auf die Version 4.0.5 aktualisiert.
12. März 2010

Mozilla fordert aggressiv zum Firefox-Update auf

Nutzer von älteren Firefox-Versionen wird von Mozilla eindringlich mittels eines Pop-up-Fensters ein Update auf Firefox 3.6 ans Herz gelegt.
12. März 2010

i4i schlägt Microsoft erneut

Im Patentstreit mit dem kanadischen Unternehmen i4i hat Microsoft erneut eine Niederlage hinnehmen müssen.
12. März 2010

neueste leserkommentare
12. März 2010 | 15:00 Uhr

wer Cloud nutzt ...

wird be(cloud). Vor allem die die nicht die Cloud vom Hersteller ihres vertrauens angeboten werden. Cloud kann aber auch sinnvoll von kleinen Anbietern für einen kleinen Kreis von Anwendern ... Mehr ...

zu Mit der Cloud Mouse durch die Datenflut
11. März 2010 | 20:47 Uhr

Wünsche an das iPhone

Das iPhone ist ein geniales Gerät, das aber an die zu kurze Leine genommen wird. Was dringend fehlt ist eine - reguläre - Möglichkeit, Daten vom PC auf das iPhone zu übertragen und dort ... Mehr ...

zu iPhone 4G: 25 Most-Wanted Features
11. März 2010 | 16:12 Uhr

@ Johannes Schlimm

Hallo Johannes Schlimm. es ging in diesem Artikel primär um das Reporting. Und hierfür wird, auch bei MS-Access Datenbanken, gern Excel verwendet. Der Vergleich ist also durchaus korrekt ... Mehr ...

zu FileMaker 11 mit neuem Reporting
  • Artikel
  • Bildergalerien
  • Videos

Trackbacks und Pingbacks

TrackbackTrackback-URL:

Link zum Artikel setzen bei