CNET.DE | SILICON.DE | ZDNET.DE
Anzeige
ANZEIGE
Technologie
Hardware
Gesundheitsschäden

IBM wegen Umweltverschmutzung verklagt

Elinor Mills und Harald Weiss
|
Freitag, 4. Januar 2008, 10:54 Uhr

Die Anwälte von 90 ehemaligen oder heutigen Anliegern eines IBM-Werkes haben eine Sammelklage gegen den Elektronikkonzern wegen Umweltverschmutzung eingereicht.

In der Sammelklage werfen die Anwälte IBM einen zu sorglosen Umgang mit den Umweltschäden vor, die durch die ehemalige Produktionsstätte verursacht sein sollen. So behaupten verschiedene Anwohner der Städte Edicott und Union im Staat New York, dass ihre Kinder angeborene Herzfehler haben und überdurchschnittlich viele Erwachsene an Nierenkrebs leiden.

Die Kläger führen diese Gesundheitsschäden auf ein Werk zurück, das IBM dort von 1924 bis 2000 betrieben hat. Das Werk soll Trichlorethylen (TCE) und andere giftige Chemikalien in erheblichen Mengen ungefiltert freigesetzt haben. "Eine permanente Giftwolke hat damals Pflanzen, Tiere und Menschen nachhaltig vergiftet", hieß es in der Klageschrift. In einer Erklärung haben die Anwälte weitere Klagen angekündigt, die IBM Körperverletzung und widerrechtliche Tötung vorwerfen.

Mit der Sammelklage wollen die Anwohner Schadenersatz für erlittene körperliche und materielle Schäden erstreiten sowie Geldstrafen und die Erstattung ihrer Anwaltskosten erreichen.

IBM behautet dagegen, dass die Anschuldigungen weder wissenschaftlich noch rechtlich haltbar sind. "Wir haben den Anwälten schon vorher mitgeteilt, dass wir hier keine Schuld tragen und wir werden diese Position auch mit allen Mitteln vor Gericht verteidigen", sagte IBM-Sprecher Michael Malloney.

Das umstrittene Werk war eines der ersten IBM-Produktionsstätten. Hier wurden unter anderen Schreibmaschinen, Mainframes, Motherboards und integrierte Schaltkreise hergestellt. Nach dem Verkauf des Werkes im Jahr 2002 hatte IBM mehr als zwei Millionen Dollar ausgegeben, um Umweltschäden zu beseitigen. Diese Maßnahmen hat die Klage jedoch als unzureichend bezeichnet.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
 
Anzeige
Ausserdem neu in technologie

Weltweite Demonstrationen gegen Apple geplant

Die Menschenrechtsorganisationen Change.org und SumOfUs.org haben für diesen Donnerstag zu weltweiten Protesten gegen Apple aufgerufen. ...
09. Februar 2012

US-Justiz genehmigt Googles Motorola-Übernahme

Das US-Justizministerium ist offenbar drauf und dran, die milliardenschwere Übernahme von Motorola durch Google zu genehmigen. Damit bekommt ...
09. Februar 2012

Zeitung: Japans Chip-Branche verbündet sich

Auf dem japanischen Chipmarkt steht möglicherweise ein Umbruch bevor: Renesas Electronics, Fujitsu und Panasonic sollen über eine enge Zusammenarbeit ...
09. Februar 2012

neueste leserkommentare
07. Februar 2012 | 16:14 Uhr

Bezirksgericht

Richtig! Danke für die Ergänzung. Mehr ...

zu Münchner Gericht erlaubt Galaxy Tab 10.1N und Nexus
07. Februar 2012 | 10:45 Uhr

Großartig

Großartige Idee, nur wen interessierts? Mehr ...

zu Schließung von Megaupload und die Folgen
06. Februar 2012 | 09:37 Uhr

Nachtrag zum Artikel

IBM crowd sourcing could see employed workforce shrink by three quarters http://tinyurl.com/23ara48 Quelle: Personnel Today, 23. April 2010 Mehr ...

zu IBM: Community statt Festanstellung
  • Artikel
  • Bildergalerien
  • Videos
Sponsored Links

Configuration Manager nach ITIL (m/w)

bei operational services GmbH & Co. KG (Feste Anstellung)

Application Manager/-in SAP

bei BMW Group (Feste Anstellung)

Interner Consultant Strategieentwicklung (m/w)

bei AutoVision GmbH (Feste Anstellung)

Trackbacks und Pingbacks

TrackbackTrackback-URL:

Link zum Artikel setzen bei