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IBM-Fabrikarbeiter legen nach: Gesundheitsschäden bei Produktion mannigfaltig

silicon.de
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Donnerstag, 9. Oktober 2003, 16:03 Uhr

Der Streit, den der IT-Konzern IBM mit ehemaligen Angestellten wegen angeblich durch die Arbeit bei IBM verursachten Krebserkrankungen hat, geht in eine neue Runde.

Der Streit, den der IT-Konzern IBM mit ehemaligen Angestellten wegen angeblich durch die Arbeit bei IBM verursachten Krebserkrankungen hat, geht in eine neue Runde. Die Kläger, deren Fall nächste Woche vor dem zuständigen Gericht in Kalifornien verhandelt wird, beschuldigen IBM, dass ihre Erkrankung in direktem Zusammenhang mit mangelndem Arbeitsschutz Ende der 80er Jahre in der Chipfabrik in San Jose zusammenhänge. Eine anonymisierte Umfrage unter auch aktuell dort tätigen Arbeitern soll nun daraufhin untersucht werden, ob sie vor Gericht Bestand haben wird. Darin äußern sich einige der Befragten so, dass sie Auswirkungen von Chemikalien auf ihre Gesundheit deutlich spüren können. Einer der Beschäftigten antwortet laut Reuters: "Sobald ein starker Geruch von Chemikalien in der Luft liegt, teilt uns das Management mit, dass wir weiterarbeiten sollen und dass es uns 'nicht allzu schnell' töten würde." Andere wiesen darauf hin, dass sie Haut- und Schleimhautreizungen oder bereits chronische Krankheiten davongetragen hätten, die in den Fabrikhallen spürbar zunähmen. Auch von Verätzungen nach Hautkontakt mit einigen Flüssigkeiten ist die Rede.

Die Arbeitsschutzbestimmungen seien ungenügend, sagt ein anderer. Er habe auf explizite Nachfrage zur Gesundheitsschädigung von einem ausgewiesenen Chemiker "eine nahezu märchenhafte Antwort" erhalten. Ein IBM-Mitarbeiter hatte ebenfalls darauf hingewiesen, dass ihm striktes Stillschweigen über die Gefährlichkeit der verwendeten Chemikalien angeordnet worden sei. Von IBM-Seite wird offiziell nach wie vor jegliche Verantwortung für derartige Erkrankungen abgestritten. IBM-Sprecher Bill Hughes sagte gegenüber der Nachrichtenagentur, dass er bezweifle, dass die "vertraulich" besiegelte Umfrage bei Gericht überhaupt zugelassen werde. "Ich denke nicht, dass die Aussagen irgendetwas beweisen."

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