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Technologie
Hardware
Server

Google kehrt zu Intel zurück

silicon.de
|
Freitag, 26. Januar 2007, 15:23 Uhr

Google, wohl einer der wichtigsten Chip-Abnehmer weltweit, wird künftig auch wieder Intel-Prozessoren einkaufen.

Noch vor einem Jahr hatte Google - das Unternehmen baut im großen Stil eigene Hardware - alleine auf die Prozessoren von AMD gesetzt. Nun erklärte Pat Gelsinger, Co-General Manager Digital Enterprise Group bei Intel, in einem internen Firmenblog, dass Google wieder in großem Umfang Serverkomponenten bei Intel kaufen wolle. Vor etwa einem Jahr hatte Google von Intel zu AMD gewechselt.

Neben Prozessoren hat Google auch speziell entwickelte Motherboards von Intel gekauft. "Wir haben kürzliche eine kleine Menge Chips bei Intel gekauft. Zukünftig werden wir von mehr als einem Hersteller beliefert werden", sagte Google in einer Erklärung. Zu den Motherboards oder anderen Komponenten wollte Google keine Details nennen. Auch Intel und AMD standen für Kommentare nicht zur Verfügung.

Google sei zur Konkurrenzplattform gewechselt, weil diese geringere Betriebskosten verursache, sagte Gelsinger. Intels Design Teams "hätten intensiv an einem Mainboard-Design für Google gearbeitet, ein spezielles Speichermodul entwickelt und in jedem Aspekt der Betriebskosten einen Gleichstand erzielt, damit das Verkaufsteam wieder ins Geschäft kommen kann", so Gelsinger.

Der Energiebedarf von Servern wird ein immer größeres Problem, da die Kosten für Strom und Kühlung kontinuierlich ansteigen. IDC-Analyst Michelle Bailey hat am Mittwoch auf einem Event von Hewlett-Packard erklärt, dass die Kosten für die Anschaffung von Servern jährlich etwa um zwei bis drei Prozent steigen würde. Die Kosten für Strom und Kühlung erhöhen sich dagegen um das Drei- bis Vierfache. "Für jeden Dollar, den Unternehmen für neue Server ausgeben, entstehen Kosten von 50 Cents für Strom und Kühlung", sagte Bailey. "Das schränkt die Möglichkeit zur Innovation deutlich ein."

Speziell für Google ist der Stromverbrauch ein großes Problem. Das Unternehmen soll angeblich eine jährliche Stromrechnung von über 100 Millionen Dollar haben. Da lohnt es sich natürlich das Verhältnis von Leistung und Stromverbrauch bei den verbauten CPUs ganz genau durchzurechnen. Die Rückkehr des Suchgiganten zu den Intel-Chips und Motherboards könnte ein weiteres Indiz dafür sein, dass Intels Core-2-Duo-Mikroarchitektur, die Server-Chips von Intel für Anwender wieder interessanter macht.

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