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Technologie
Hardware
Kosteneinsparung

CIOs fragen sich: Rentieren sich nackte PCs?

Dietmar Müller und Andy McCue
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Freitag, 28. September 2007, 18:06 Uhr

In Großbritannien werden die Stimmen von CIOs lauter, die von den PC-Herstellern "nackte" PCs fordern, also Computern, die ohne vorinstalliertes Windows ins Haus kommen.

So rechnen sich die Manager Kosteneinsparungen im Millionenbereich aus. Die aktuelle Diskussion in Großbritannien ist eine Reaktion auf einen Vorstoß der EU vor wenigen Tagen.

Das in Brüssel ansässige Globalization Institute hatte die Europäische Kommission dazu aufgefordert, in der EU nur noch Computer ohne vorinstalliertes Betriebssystem zum Verkauf zuzulassen. Das Institut vermutet in der Folge ein mehr an Innovation und Wettbewerb auf dem Sektor für Betriebssysteme. Die britischen CIOs dagegen gucken zuallererst auf den eigenen Geldbeutel. PCs, auf die sie erst später ein ihnen geeignet erscheinendes Betriebssystem aufspielen können, erscheinen ihnen billiger als die "Microsoft-Kisten".

"Es sollte ein Gesetz geben, wonach ein PC oder Laptop mit vorinstalliertem Betriebssystem auch ohne ein solches angeboten werden muss. Auch sollte es den Anbietern überlassen sein, welche Komponenten sie auf den Rechner aufspielen sollen. Damit würde man die monopolistische Kraft einiger Marktteilnehmer eindämmen", erklärte etwa Carl Whitehead, IT-Direktor bei Betbrokers. Dem stimmte Rob Neil, IT-Manager bei Ashford Borough Council grundsätzlich bei, gab aber zu bedenken: "Unternehmen müssen abwägen. Die Support-Kosten, um die Rechner mit einem Betriebssystem zu bestücken, könnten höher sein als bei vorinstallierten Maschinen."

Dem pflichtete Stuart Aitken, CIO bei Medical Research Council, bei: "Wollen wir wirklich jeden Rechner von Grund auf einrichten, mit allen nötigen Treibern und Komponenten? Wir können doch sowieso PCs mit anderen Betriebssystemen (als Windows) kaufen."

Microsoft genieße seit zwei Jahrzehnten eine Art Monopolstellung im Markt für Betriebssysteme. Mit der Entkoppelung neuer PCs von vorinstallierten Programmen profitierten Kunden von mehr Auswahl und günstigeren Preisen, so die Kommission. Grund für den Vorstoß des Instituts ist die kürzlich vom Europäischen Gericht getroffene Entscheidung gegen Microsoft, in der dem Software-Riesen Wettbewerbsverzerrung durch die enge Verknüpfung seiner Produkte bescheinigt wird.

Was meinen Sie? Sollten auch die deutschen Anbieter Ihnen PCs ohne vorinstalliertes Windows anbieten? Würde Ihr Budget damit entlastet werden - oder würden Sie durch das eigenhändige Bespielen der Rechner insgesamt auf höhere Kosten kommen? Schreiben Sie Ihre Meinung der silicon.de-Chefredaktion.

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