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Unternehmensstrategie

Zune: Microsoft scheut deutsche Markteinführung

Anja Schütz mit Material von pte
|
Montag, 15. Oktober 2007, 14:27 Uhr

Microsoft Deutschland hat beschlossen, mit seinem Zune am deutschen MP3-Markt vorerst nicht gegen den iPod anzutreten.

Das Konkurrenzprodukt zu Apples iPod ist seit November 2006 in den USA erhältlich und seither wird gerätselt, wann der Player auch in Europa zu kaufen sein wird. Da der deutsche Markt für MP3-Player "einer der schwierigsten in der Welt" sei, wurde seine Einführung nun auf unbestimmte Zeit verschoben, wie Stephan Brechtmann, Verantwortlicher für "Entertainment & Devices" bei Microsoft Deutschland, bekannt gab. Die Spielräume des deutschen Marktes will Microsoft dennoch optimal ausnutzen, berichtet die Financial Times Deutschland. Seit 2007 hätten die Länderverantwortlichen mehr Entscheidungsfreiheit, erklärte Achim Berg, Geschäftsführer von Microsoft Deutschland.

Fehlendes Markenbewusstsein der Deutschen sei eines der größten Hindernisse für die Zune-Einführung, wie Brechtmann meint. Gleichzeitig scheint jedoch das Markenbewusstsein für Apple groß genug zu sein, denn Microsoft scheut den Wettbewerb mit dem iPod: "Man kann Apple nicht an Coolness übertreffen, sondern nur mit zusätzlichen Funktionen", schildert Brechtmann die Strategie. Vor allem Zunes Fähigkeit, Songs drahtlos von Gerät zu Gerät zu übertragen, setzt den Player vom iPod ab.

Im Falle einer Markteinführung in Deutschland schließt Microsoft nicht aus, Kooperationen mit bestehenden Online-Musikplattformen einzugehen, wie beispielsweise Musicload von T-Online. In den USA versucht Microsoft derzeit, seine eigene Musikplattform, den Zune-Store, zu etablieren. Dabei kämpft das Unternehmen jedoch mit zahlreichen Konkurrenten wie Napster, Yahoo Music und nicht zuletzt dem iTunes-Store.

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