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Technologie
Hardware

27 Teraflops: Uni Münster erhält Supercomputer von Bull

Dietmar Müller
|
Freitag, 20. November 2009, 12:28 Uhr

Die Westfälische Wilhelms-Universität (WWU) in Münster erhält einen 1,3 Millionen Euro teuren Supercomputer von Bull. In der ersten Stufe, die bereits in diesen Tagen installiert wird, besteht das System aus 36 Rechnern.

In der Endausbaustufe kommt der Bolide auf 230 bullx-Blade-Systeme und ein symmetrisches Multiprozessorsystem (SMP). Konkret arbeiten in dem System:

  • zehn bullx Blade-Chassis mit insgesamt 180 Blades, ausgestattet mit zweimal Intel-"Westmere"-6-Core CPU in Low-memory- und High-memory-Ausführung mit 24 beziehungsweise 48 GB RAM;
  • ein Mesca SMP-System mit 16x "Nehalem"-EX 8-Core-CPU (insgesamt 128 Cores) und insgesamt 512 GB RAM;
  • ein Fast-Interconnect-Infiniband-QDR mit einer Bandbreite 40 Gbit/s in Full-Non-Blocking-Architektur, das alle Nodes des Clusters verbindet;
  • zweimal xbullx Blade-Chassis mit insgesamt 36 Blades mit zwei Intel-"Nehalem" X5550-Quad-Core-CPU und 24 GB Speicher;
  • ein Lustre-Storage-System mit 250 TB Kapazität

Dieser High Performance Computer (HPC) erreicht im Verbund dann 27,5 Teraflops. "Mit dem neuen Supercomputer bietet die Universität Münster ihren Wissenschaftlern wieder ein Rechnersystem, das in der obersten Leistungsklasse der an Hochschulen eingesetzten Systeme mitspielt", so Dr. Raimund Vogl, Leiter des Zentrums für Informationsverarbeitung der WWU.

Die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) übernimmt mit rund 620.000 Euro den Großteil der Kosten, das Land Nordrhein-Westfalen steuert 500.000 Euro bei. "Das ist gut angelegtes Geld, denn das neue System ermöglicht die Durchführung von neuen Forschungsprojekten aus vielen unterschiedlichen Fachbereichen. Uns liegen bereits 23 Projektanträge für die Nutzung des Supercomputers vor", so Vogl.

Fotogalerie: Die schnellsten Rechner der Welt

Die Nummer 1 der 34. Auflage der Top500-Liste der Superrechner ist der 'Jaguar' genannte Rechner des Oak Ridge National Laboratory. Er stammt vom Hersteller Cray - und damit nach langer Zeit wieder einmal nicht von IBM. Die Rechenleistung des Jaguar wurde innerhalb eines halben Jahres von 1,059 auf 1,759 Petaflops gesteigert, indem die ursprünglich verbauten Quad-Core-Prozessoren von AMD durch solche desselben Herstellers mit sechs Kernen ersetzt wurden.
Über 90 Prozent der 500 schnellsten Rechner der Welt laufen auf Intel-CPUs. Jaguar jedoch nicht.
Daneben existiert noch eine weitere Partition auf XT 4 in denen vierkernige Opterons (Budapest) laufen. Insgesamt rechnen hier 7832 Opterons. Insgesamt stehen damit 31.328 Prozessor-Kerne mit mehr als 62 TByte Speicher und über 600 TByte Festplatten-speicher zur Verfügung. Als Spitzenleistung sind in der zweiten Partition bis zu 263 Teraflop/s, also 263 Milliarden Floating Point Operations pro Sekunde möglich.

 Klicken Sie auf eines der Bilder, um die Fotogalerie zu starten

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