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Technologie
Hardware

Neuer NEC LX-2200 Supercomputer in Göttingen

Dietmar Müller
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Mittwoch, 10. März 2010, 15:42 Uhr

In Göttingen hat ein neuer Supercomputer von NEC die Arbeit aufgenommen. Er wurde gemeinsam von der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG), dem Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) sowie dem Institut für Geophysik der Georg-August-Universität in Göttingen finanziert.

Der mit Intel-Prozessoren ausgestattete Hochleistungscomputer NEC LX-2200 steht im Rechenzentrum der GWDG. Er wird insbesondere zur Simulation geophysikalischer und magnetohydrodynamischer Prozesse genutzt.

Fotogalerie: Die schnellsten Rechner der Welt

Die Nummer 1 der 34. Auflage der Top500-Liste der Superrechner ist der 'Jaguar' genannte Rechner des Oak Ridge National Laboratory. Er stammt vom Hersteller Cray - und damit nach langer Zeit wieder einmal nicht von IBM. Die Rechenleistung des Jaguar wurde innerhalb eines halben Jahres von 1,059 auf 1,759 Petaflops gesteigert, indem die ursprünglich verbauten Quad-Core-Prozessoren von AMD durch solche desselben Herstellers mit sechs Kernen ersetzt wurden.
Über 90 Prozent der 500 schnellsten Rechner der Welt laufen auf Intel-CPUs. Jaguar jedoch nicht.
Daneben existiert noch eine weitere Partition auf XT 4 in denen vierkernige Opterons (Budapest) laufen. Insgesamt rechnen hier 7832 Opterons. Insgesamt stehen damit 31.328 Prozessor-Kerne mit mehr als 62 TByte Speicher und über 600 TByte Festplatten-speicher zur Verfügung. Als Spitzenleistung sind in der zweiten Partition bis zu 263 Teraflop/s, also 263 Milliarden Floating Point Operations pro Sekunde möglich.

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Der Forschungsschwerpunkt am Institut der Geophysik liegt unter anderem bei den Untersuchungen zum Erdmagnetismus sowie zur geophysikalischen Strömungsmechanik im Allgemeinen, während die Wissenschaftler am MPS das neue HPC-System vor allem für die Simulation von Magnetfeldern und Strömungen im Plasma des Sonneninneren und der ausgedehnten Sonnenatmosphäre nutzen.

Das bei der GWDG eingesetzte HPC-Cluster-System besteht aus knapp 200 HPC 1812Rb-2 Mini-Blade-Systemen mit ConnectX Infiniband On-board HCAs integriert in ein InfiniBand Fabric, einem zusätzlichen Gigabit-Ethernet-Netzwerk und einem separatem Fast-Ethernet für Administrationszwecke. Verwaltet wird das HPC-System mit NEC OSCAR-Pro, einem für die Linux-basierten NEC HPC-Systeme entwickelten Management-Tool.

"Als Plattform für Anwendungen im technisch-wissenschaftlichen Umfeld bietet NEC den Server HPC 1812Rb-2 an. Hier sind acht Prozessorsockel verteilt auf vier Rechenknoten in einem 2HE-Gehäuse integriert. In Verbindung mit den Onboard-Infiniband-Interfaces ist dieser geeignet, wenn es auf geringen Platzbedarf, Kosten- und Energieeffizienz sowie Integrationsdichte ankommt", so Dr. Andreas Findling, Senior Product Line Manager bei NEC Deutschland GmbH.

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