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Neue Langzeitstudie sieht kein gesteigertes Krebsrisiko durch Handys

silicon.de
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Mittwoch, 31. August 2005, 15:27 Uhr

Die Untersuchung der britischen Wissenschaftler des 'Institute of Cancer Research' war die bislang umfangreichste ihrer Art.

Seit es Handys gibt, schwelt der Streit über ein möglicherweise erhöhtes Krebsrisiko, dass durch die Funkstrahlen der Mobilfunkgeräte entstehen könnte. Nun gibt es die ersten Langzeitstudien - und auch die kommen zu keinem einheitlichen Ergebnis. So hatte das schwedische Karolinska Institut noch vor knapp einem Jahr gewarnt, Handys würden das Risiko einer so genannten Akustikgeschwulst erhöhen. Jetzt behauptet das britische 'Institute of Cancer Research' genau das Gegenteil.

"Die Ergebnisse unser Studien belegen, dass es in den ersten zehn Jahren, in denen ein Mobiltelefon benutzt wird, kein erhöhtes Risiko gibt", sagte Anthony Swerdlow vom Institute of Cancer. "Wenn auch die langfristigen Risiken weiter unbekannt sind, in Anbetracht der Tatsache, dass es eine relativ junge Technologie ist." Das heißt, die Forscher können keine Aussagen darüber machen, welche Auswirkungen auf die Gesundheit es haben kann, wenn das Handy länger als zehn Jahre benutzt wird.

Die Untersuchung der britischen Wissenschaftler war die bislang umfangreichste ihrer Art. Insgesamt wurden die Daten von über 4200 Menschen aus Großbritannien, Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden ausgewertet - knapp 680 Testpersonen litten an einer Akustikgeschwulst. Dabei handelt es sich um einen gutartigen Tumor auf dem Hörnerv. An der Untersuchung des Karolinska Instituts hatten 750 Personen teilgenommen. Wohltätigkeitsorganisationen, die sich für Krebspatienten engagieren, begrüßten die Untersuchung - die Auswirkungen von Handys auf die Gesundheit müssten jedoch weiter beobachtet werden.

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