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Mobilfunk

Erstmals mehr Handys als Einwohner

silicon.de
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Montag, 14. August 2006, 15:59 Uhr

In Deutschland gibt es jetzt mehr Handys als Einwohner. Das teilte der Branchenverband Bitkom mit.

Demnach stieg die Zahl der Mobilfunkanschlüsse zum 1. August auf 82,8 Millionen. Deutschland hat gegenwärtig etwa 81 Millionen Einwohner.

Ursachen dieser Entwicklung seien die günstige Preisentwicklung in den vergangenen Monaten und der ungebrochene Trend zum Zweithandy, hieß es. Doch auch in Zukunft seien noch Steigerungen möglich. So sei Italien inzwischen bei einer Handy-Verbreitungsrate von 120 Prozent angelangt.

Auch die Zahl der UMTS-Anschlüsse wachse in Deutschland kontinuierlich, so der Bitkom. Zur Jahresmitte 2006 seien erstmals mehr als vier Millionen UMTS-Kunden registriert gewesen. Das sei gegenüber den 2,3 Millionen UMTS-Kunden Ende 2005 fast eine Verdoppelung.

TNS Infratest hat derweil im Auftrag des Mobilfunk-Unternehmens Talkline im Juni etwa 1000 Deutsche zu ihrem Mobilfunkverhalten befragt. Demnach bleiben die Kunden ihrem Anbieter treu, ihrem Handy dagegen nicht.

55,8 Prozent der Mobilfunkkunden hätten noch nie ihren Mobilfunkanbieter (Netzbetreiber oder Service Provider) gewechselt, hieß es. Weitere 27,6 Prozent suchten sich bislang nur einmal einen neuen Mobilfunkanbieter. Nur rund elf Prozent hätten Erfahrungen mit drei oder mehr Anbietern gemacht. Die jüngeren Mobilfunkkunden zwischen 14 und 29 Jahren legten dabei die geringste Anbietertreue an den Tag: Hier seien nur 42,8 Prozent noch bei ihrem ersten Anbieter.

Anders sei es dagegen mit der 'Treue zum Handy'. Die Studie zeige, dass die deutschen Mobilfunknutzer oft ein aktuelles Handy in der Tasche haben. 19,4 Prozent hätten im Laufe der letzten Jahre schon fünf oder mehr Handys genutzt. Drei bis vier Handys verwendeten weitere 23 Prozent. Knapp jeder Vierte (24,4 Prozent) habe zwei Handys genutzt. Nur 23,2 Prozent aller Handybesitzer telefonierten noch mit dem ersten Handy.

Dieser Trend zeige sich ebenfalls vor allem bei jungen Handybesitzern. Fast keiner der 14- bis 29-Jährigen (4,3 Prozent) telefoniere noch mit dem ersten Handy. Mit zunehmendem Alter nehme die Bereitschaft ab, sich ein neues Handy anzuschaffen. Die Hälfte der über 60-Jährigen (50,5 Prozent) nutze noch das erste Gerät.

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