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Langzeituntersuchung

Bisher größte Studie sieht kein erhöhtes Krebsrisiko durch Handys

silicon.de
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Donnerstag, 7. Dezember 2006, 12:03 Uhr

Die Frage, ob die Nutzung von Handys das Risiko an Krebs zu erkranken erhöht, ist beinahe so alt wie das Handy selbst. Dänische Wissenschaftler beantworten sie jetzt mit nein – und haben dafür so viele Handynutzer wie nie zuvor untersucht.

Die Forscher werteten dafür die Daten von 420.000 dänischen Handy-Nutzern aus – 52.000 davon hatten bereits zehn Jahre oder länger ein Handy, einige gar seit über 20 Jahren. Die Zahlen wurden mit denen der dänischen Gesamtbevölkerung verglichen.

Das Ergebnis: Es gebe keinerlei Hinweise darauf, dass der kurz- oder langfristige Gebrauch von Handys das Entstehen von Tumoren fördere, so die Wissenschaftler vom Danish Institute of Cancer Epidemiology in Kopenhagen. Ein Vertreter der dänischen Krebsgesellschaft bezeichnete das Ergebnis als "sehr beruhigend" – doch auch die Leiter des Forschungsprojekts selbst glauben nicht, dass ihre Studie die Debatte um die Gefahren von Handy-Strahlen beenden kann.

"Es gibt keinen Grund zur Sorge in Sachen Handy-Strahlung", sagte Professor John Boice, Krebsforscher an der Vanderbilt-Universität. "Trotzdem haben viele Menschen Angst." Gemeinsam mit seinen Kollegen wird er an dem Thema dran bleiben und die dänischen Handy-Nutzer mindestens zehn weitere Jahre im Auge behalten. 

"Die überwältigende Mehrheit der Studien, die bislang in wissenschaftlichen Magazinen weltweit erschienen sind, zeigen, dass von Mobilfunktelefonen kein Gesundheitsrisiko ausgeht", sagte Joseph Farren von der US-Industrievereinigung CTIA. Allerdings ließen mehrere Untersuchungen Fragen offen. Zum Beispiel fehlen Langzeitdaten zur Entwicklung bei langsam wachsenden Krebsarten.

Auch die dänische Studie hatte mit einigen Hindernissen zu kämpfen. So konnte nicht zwischen Gelegenheits- und Extrem-Nutzern unterschieden werden – dadurch war auch keine exakte Abschätzung des Risikos für die zweite Nutzergruppe möglich.

"Je mehr Erkenntnisse wir sammeln, um so mehr Sicherheit können wir den Menschen geben, dass ihre Geräte sicher sind", so der US-Wissenschaftler Joshua Muscat. "Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen."

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