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Technologie
Mobile & TK
Forschung

Erste gerichtliche Fern-Durchsuchung eines PCs per Handy

Mona Clerico
|
Freitag, 20. Juli 2007, 16:11 Uhr

In Großbritannien ist mit Hilfe eines Mobiltelefons ein 70 Meilen entfernt stehender Computer durchsucht worden.

Die Vorführung vor IT-Experten fand während der jährlichen E-Crime-Konferenz der National Police Improvement Agency statt. Dabei wurde eine Kopie des Festplattenlaufwerks genommen und nach Schlüsselwörtern gesucht. Es handelte es sich um den weltweit ersten öffentlichen Einsatz einer patentierten Kombination aus Hard- und Software des britischen Unternehmens Evidence Talks, eines Spezialisten für digitale Gerichtsanalysen.

Die Lösung mit dem Namen Remote Forensics erlaubt es Vollzugsbehörden, aber auch Unternehmen und Organisationen mit mehreren geographisch weit voneinander entfernt liegenden Geschäftsstellen, sofort auf ein mögliches digitales Vorkommnis zu reagieren und sich dabei die Reisekosten zu sparen. Jedes digitale Medium – von Laufwerken über DVDs bis hin zu Memory Sticks – kann damit von jedem Ort der Welt aus innerhalb weniger Minuten kopiert und untersucht werden. Einzige Voraussetzung ist eine Netzwerkverbindung wie etwa ein Funknetz oder ein 3G-Mobiltelefon.

Bei der eingesetzten Software namens Forensic Incident Management Service handelt es sich um eine ausgefeilte und sichere webbasierte Anwendung. Das System funktioniert mit der Geschwindigkeit des Rechners, der analysiert wird. Laut Aussage des Managing Directors von Evidence Talks waren die Vollzugsbeamten sofort überzeugt von der neuen Möglichkeit, die auf dem entfernten Rechner entdeckten Daten unmittelbar von IT-Spezialisten von jedem beliebigen Ort aus analysieren zu lassen.

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