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Technologie
Mobile & TK

Kostenlose Handynavigation mit extra Hintergrundinfos

Anja Schütz, pte
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Montag, 29. September 2008, 16:44 Uhr

Die kostenlose Handynavigationssoftware Skobbler kann im Rahmen einer öffentlichen Betaphase von allen Nutzern auf geeigneten Mobiltelefonen installiert werden. Die Software will Nutzern detaillierte Hintergrundinfos zu POIs liefern.

"Skobbler ist vom Grundprinzip her eine Kombination von Web- und Handyanwendung, die sich vor allem an junge Menschen richtet, die ihr Handy mehr als zum reinen Telefonieren nutzen", erklärt Skobbler-Projektverantwortlicher Oliver Kühn. Interessierte Nutzer können die Applikation auf der Skobbler-Webseite herunterladen. Das Programm funktioniert laut Kühn mit aktuellen GPS-fähigen Handys.

Skobbler bietet neben der Auto- und Fußgängernavigation eine detaillierte Umkreissuche an. Der Benutzer kann sich seinen Standort anzeigen lassen und nach für ihn relevanten Point of Interests (POI) in der Nähe suchen. Das können einerseits Restaurants, Bars aber auch Geschäfte und Tankstellen sein. "Mit dem Suchergebnis bekommt der User neben grundlegenden Informationen auch eine Reihe an Hintergrundinformationen zu dem POI", so Kühn. Diese Zusatzauskünfte gegenüber ähnlichen Anwendungen wie Google Maps sollen durch die Skobbler-User im Laufe der Zeit zusammengetragen werden. Die aktuellen Inhalte und Beschreibungen der POIs stammen jedoch von professionellen Kooperationspartnern.

Skobbler ist als Offboard-Navigationslösung konzipiert. Das bedeutet, dass die Karten nicht auf dem Mobiltelefon abgespeichert sind, sondern vom Server auf Anfrage an das Handy gesendet werden. Somit bleibt der Client am Endgerät klein, allerdings fallen beim Nutzer Gebühren für die Datenübertragung an. Bei Überlandstrecken mit der Distanz von 100 Kilometer werden rund 1,2 Megabyte übertragen, heißt es auf der Skobbler-Webseite. Bei Stadtfahrten ist das Transfervolumen durch die häufigere Neuberechnung des Kartenmaterials etwas größer.

Der Navi-Service selbst ist für Nutzer kostenlos und soll es auch bleiben, so Kühn. Finanziert wird der Dienst über Werbung. "Wir greifen jedoch nicht auf die klassischen Werbemöglichkeiten wie Banner zurück, sondern verwenden sogenannte Sponsored Links", erläutert Kühn. Dabei bekommt der Nutzer passend zu seiner Suchanfrage ein bezahltes Ergebnis angezeigt. Wird beispielsweise nach einem italienischen Restaurant in der Nähe gesucht, kann eine Pizzeria in der Treffersuche auf sich hinweisen. "Dabei wird maximal ein Sponsored Link pro Suchanfrage angezeigt", meint Kühn. Stören soll diese Art der Werbung nicht, sondern eher einen zusätzlichen Nutzen für den Nutzer bringen.

Skobbler ist im vollen Umfang derzeit nur in Deutschland verfügbar. "Wir planen allerdings abseits von Deutschland auch in weiteren Ländern aktiv zu werden", sagt Kühn. Einen konkreten Termin haben sich die Skobbler-Verantwortlichen nicht gesetzt.

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