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Technologie
Mobile & TK

T-Mobile boykottiert Skype für iPhone

Sibylle Gassner
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Dienstag, 31. März 2009, 12:09 Uhr

Ab diesem Dienstag gibt es die VoIP-Software Skype offiziell in Apples AppStore. Im Mai soll eine weitere Version für den BlackBerry folgen. Die Nutzer dürften sich über das Zusatzangebot freuen – den Mobilfunkern allerdings schlägt es auf den Magen. So hat T-Mobile angekündigt, dass man den Dienst für deutsche Nutzer blockieren werde. Offiziell beruft man sich auf technische Gründe.

"Der Schutz unserer Netzperformance steht dabei im Vordergrund", sagte ein T-Mobile-Sprecher. Dienste wie Skype würden die Übertragungsgeschwindigkeiten im Mobilfunknetz verlangsamen oder es überlasten. Zum anderen könne nicht die gleiche Sprachqualität garantiert werden. Enttäuschte Kunden trennten aber nicht zwischen der Telekom und Skype als Anbieter.

Fotogalerie: Skypen auf dem iPhone - erste Bilder

Die Spatzen pfiffen es schon seit Wochen, ja Monaten von den Dächern - jetzt ist das iPhone-maßgeschneiderte Skype endlich da.
Wer sich für den Dienst anmeldet, zeigt diese Seite. Sie ähnelt stark dem Desktop-Client und anderen mobilen Skype-Versionen. Für die meisten Bereiche ist das aber das Ende der Gemeinsamkeiten.
Denn von nun an steht die gesamte Benutzer-oberfläche unter einem eindeutigen Motto: Apple. Die Skype-Entwickler haben sich um die größt-mögliche Anpassung bemüht. Kontakte können entweder alphabetisch sortiert werden und danach, wer gerade online ist.

 Klicken Sie auf eines der Bilder, um die Fotogalerie zu starten

Vermutlich dürften aber andere Gründe für das Verbot ausschlaggebend sein, vorrangig finanzielle. Netzbetreiber wie die Telekom wehren sich gegen die Verbreitung von mobiler Internettelefonie. Gespräche, die Skype-Nutzer untereinander führen, sind kostenlos - sieht man von den Verbindungskosten ins Internet ab. Wird mit der Software ein anderer Anschluss angewählt, fällt nur eine geringe Gebühr an, die deutlich unter den üblichen Mobilfunktarifen liegt. Netzbetreibern drohen deshalb Einbußen im traditionellen Geschäft mit Sprachtelefonie.

Die Vertragsbedingungen, die es T-Mobile erlauben, Voice-over-IP-Dienste zu unterbinden, gelten auch für unsere HotSpots," so der T-Mobile-Sprecher. Die Kollegen von CNET.de haben zudem T-Mobile Pressesprecher Alexander von Schmettow dazu befragt.

Auch in den USA sieht man den neuen Skype-Vorstoß kritisch. Dort will AT&T Skype ebenfalls nicht für sein Mobilnetz freigeben. Die Software soll hier aber funktionieren, wenn sich der Kunde über WLAN-Hotspots und nicht über das Mobilfunknetz einwählt. Die Telekom duldet dies ebenfalls nicht. Experten halten hier eine Blockade jedoch für technisch schwierig.

In Deutschlands Nachbarland Österreich reagiert man hingegen gelassener. Sowohl T-Mobile Österreich als auch Orange sagten gegenüber österreichischen Medien, dass man Skype am iPhone nicht blockieren werde. "Wir sehen Skype nicht als Konkurrenz", erklärte Orange-Sprecherin Petra Jakob. Die Flatrate-Tarife seien ohnehin schon sehr günstig.

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