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Metro zieht an Walmart bei RFID vorbei

silicon.de
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Montag, 12. Januar 2004, 11:09 Uhr

Die deutsche Großhandelskette Metro will dem US-Konkurrenten Walmart in Sachen Innovation nicht länger nachstehen und interessiert sich nun auch für RFID.

Die deutsche Großhandelskette Metro will dem US-Konkurrenten Walmart in Sachen Innovation nicht länger nachstehen und interessiert sich nun auch für RFID (Radio Frequency Identification). Der breite Rollout in den Filialen soll noch in diesem Jahr kommen. Das verspricht das Unternehmen laut einer Meldung des Wall Street Journal. Dabei werde das Barcode-System stufenweise komplett ersetzt. Mit seiner Rollout-Map geht Metro dabei einen Schritt weiter als Walmart und gibt das Tempo vor. Ab November 2004 sollen in den kommenden zwölf Monaten 65 Prozent der Niederlassungen auf dem neuesten technischen Stand sein, also RFID statt Barcodes nutzen. Das betrifft 250 Niederlassungen und 10 Zentralen, beziehungsweise Logistik-Zentren. Alle 800 Niederlassungen und Zentren sollen bis zum Jahr 2007 komplett umgestellt sein.

Für Analysten wie Scott Langdoc von AMR Research steht fest: "Die Tatsache, dass Metro den November 2004 als erste Phase des Rollout angegeben hat, verbunden mit ihrer ersten Erfahrung solcher Technik in dem Zukunfts-Shop in Rheinberg, stellt Metro im Rennen um die Einführung der Technik vor Walmart." Rheinberg ist seit einem guten Jahr die erste RFID-Versuchsstation in Deutschland und wird von der Industrie mit Argusaugen betrachtet.

Die beiden First-Mover bei RFID-Technik gelten sowohl als Versuchskaninchen für die datenschutzrechtlich umstrittene Technik wie auch als Hoffnungsträger für die gebeutelte IT-Branche. Mehrere Softwarehersteller haben bereits Pläne für RFID in der Schublade, warten jedoch erst noch die rechtlichen Rahmenbedingungen ab. Die sollten nach dem Willen der Anbieter europaweit gelten. Im Rahmen der EU-Kommission gibt es bereits derartige Bemühungen.

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