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US-Regierung schlampt bei RFID-Sicherheit

silicon.de
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Montag, 30. Mai 2005, 12:19 Uhr

Sicherheitsprobleme und vor allem Einschnitte in die Privatsphäre werden beim Einsatz von RFID von US-Regierungsbehörden offenbar auf die leichte Schulter genommen.

Sicherheitsprobleme und vor allem Einschnitte in die Privatsphäre werden beim Einsatz von RFID (Radio Frequency Identification) von US-Regierungsbehörden offenbar auf die leichte Schulter genommen, wie eine Untersuchung des Government Accountability Office (GAO) ergab. Von den 23 größten Behörden des Landes packe lediglich ein Amt rechtliche oder andere Themen an.

Mehr als die Hälfte der Regierungsbehörden nutze bereits diese Technologie, oder plane sie einzusetzen. Drei der Befragten gaben sogar an, dass sie über RFID-Tags auch ihre Mitarbeiter ausspionieren könnten. "Die wichtigsten Sicherheitsprobleme schließen den Schutz des Vertrauens, der Integrität und die Verfügbarkeit der Daten und der Informationssysteme ein", kommentierte das GOA die Ergebnisse der Studie.

Für den Schutz der Privatsphäre müssten die Verbraucher über die Daten, die über sie erhoben werden, informiert werden. Festgehalten werden könnten beispielsweise Wege, die ein Individuum zurücklege, persönliche Veranlagungen und Geschmäcker. Vor allem sollten die Konsumenten über weitere Verwendungen ihrer Daten in Kenntnis gesetzt werden.

Daher seien vor allem Verbraucher besorgt, dass bestimmte Informationen über Krankheitsgeschichten oder Erbanlagen zur Verweigerungen von Versicherungen oder in die Arbeitslosigkeit führen könnten. Derlei Daten ließen sich beispielsweise aus RFID-gestützter Medikamentenabgabe in Apotheken herauslesen, geben die Autoren des Reports zu bedenken.

Derzeit überwacht das US-Verteidigungsministerium den Wahrenverkehr über RFID. Geplant sind unter anderem RFID-Überwachungen für Einreisende und deren Gepäck sowie die RFID-Kennzeichnung von Ausweispapieren.

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