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RFID in Apotheken und Krankenhäusern bislang nur eine Vision

silicon.de
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Freitag, 5. August 2005, 16:17 Uhr

Die Konkurrenz mit bestehenden Barcode-Systemen, unklaren Geschäftsmodelen und Datenschutz-Herausforderungen sind die wesentlichen Hürden für eine RFID-Einführung.

RFID-Lösungen (Radio Frequency Identification) für den Pharma- und Gesundheitssektor sind derzeit eher eine Vision als eine Realität. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Marktforschungsunternehmen Berlecon im Auftrag des Berliner Forschungszentrums 'Internet and Value Chains ' (InterVal) durchgeführt hat.

Die Konkurrenz mit bestehenden Barcode-Systemen, unklaren Geschäftsmodelen und Datenschutz-Herausforderungen seien die wesentlichen Hürden für eine RFID-Einführung, hieß es. Unternehmensübergreifende Lösungen würden sich deshalb "nur sehr langsam" verwirklichen lassen.

Der Pharma- und Gesundheitssektor werde oft als Vorreiter für den Einsatz der Funkchips genannt. In diesem Bereich sollten die RFID-Lösungen nicht nur die Effizienz der Lieferkette verbessern, sondern auch dabei helfen, Fälschungen von Medikamenten zu bekämpfen. Technische Grundlage solle eine einheitliche Infrastruktur für die ganze Branche sein. Jede Medikamentenschachtel bekomme dabei eine eindeutige Nummer, die sowohl auf dem Chip als auch in einer zentralen Datenbank gespeichert wird.

"Auch wenn solche Konzepte auf dem Papier überzeugend aussehen - in der Realität konkurrieren sie mit existierenden Lösungen", sagte InterVal-Sprecher Oliver Günther. In Deutschland seien das die Barcode-Systeme in Apotheken und im Großhandel sowie die Pharmazentralnummer (PZN).

RFID-Systeme zur Temperaturüberwachung oder für die Logistik-Optimierung müssten zudem anders aufgebaut sein als solche für den Pharma- und Gesundheitssektor. Zudem gelte es den Datenschutz besonders zu beachten, da Medikamente Rückschlüsse auf Krankheiten zulassen könnten. Der Report steht online zum kostenlosen Download bereit, eine Registrierung ist erforderlich.

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