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RFID-Labels als Umweltgefahr gebrandmarkt

silicon.de
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Montag, 7. November 2005, 16:05 Uhr

Die oberste Umweltbehörde der US-Regierung hat die Industrie dazu aufgefordert, für ein umweltfreundliches Recycling von RFID-Labels zu sorgen.

Die oberste Umweltbehörde der US-Regierung hat die Industrie dazu aufgefordert, für ein umweltfreundliches Recycling von RFID-Labels zu sorgen. Das meldeten die VDI Nachrichten. In den Labels werde Blei, Kupfer und Silber eingesetzt. Diese Stoffe könnten die Umwelt weit mehr schädigen, als das derzeit durch Batterien und Haushaltschemikalien der Fall sei.

Die Bedrohung sei heute zwar noch gering, sie sei jedoch eine Frage der Menge, hieß es von Dana Arnold, Chefin des 'Office of the Federal Environmental Executive' (OFEE). Wenn jedes T-Shirt, jede Zahnpastatube und jede Eierschachtel mit RFID ausgerüstet sei, könnte das die Entsorgungs- und Recyclingsysteme überfordern. Die Industrie müsse schon jetzt erforschen, welche Auswirkungen die in den Labels verwendeten Stoffe auf die Umwelt und auf die Recyclingprozesse hätten.

Die Industrie signalisierte zwar eine gewisse Zustimmung, hält sich mit konkreten Forschungsvorhaben bislang jedoch zurück. Die Standardisierungsorganisation EPCglobal sowie der Hersteller Alien Technologies kündigten an, mit dem OFEE kooperieren zu wollen. Vom US-Industrieverband 'Automotive Industry Action Group' (AIAG) hieß es derweil, die Industrie solle nichts überstürzen. Es sei noch genügend Zeit, um sich dieser Fragen anzunehmen.

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