CNET.DE | SILICON.DE | ZDNET.DE
Anzeige
ANZEIGE
Technologie
Netzwerk
Kritiker melden sich

Inkompetenz könnte Semantic Web gefährden

silicon.de
|
Mittwoch, 19. Juli 2006, 16:43 Uhr

Wenn der britische Physiker und einer der Väter des heutigen Internet über die Zukunft des Web redet, gibt es immer mehr hochrangige Kritiker.

Ganz aktuell ging Peter Norvig, Google Director of Search, Tim Berners-Lee wegen seiner Ideen an. Er sagte auf einer Veranstaltung in den USA, er sei nicht grundsätzlich gegen die Idee des semantischen Web. Nur die Ausführung stelle er sich schwierig vor.

Besonders Berners-Lees Punkt, das Web für künstliche Intelligenz erreichbar und lesbar zu machen, sowie der Ansatz, die Inhalte des Internet in verschiedenen Anwendungen wiederverwertbar zu machen - für Maschinen und auch Menschen - stieß bei Norvig auf Unverständnis. Dafür werden neben HTML andere semantische Sprachen und Dinge wie Uniform Resource Identifier oder Resource Description Framework benötigt.

Für Norvig liegt der Hase genau da im Pfeffer: Inkompetenz stehe der schönen Idee im Wege, sagte der Manager. Er kenne genug Fälle von Web-Mastern, die keinen Server konfigurieren oder HTML schreiben könnten, sagte er zu Berners-Lee und den Zuhörern in Boston. Für sie sei es hart, die nächste Stufe zu erklimmen.

Außerdem befürchtet er Standardisierungsprobleme, die sich aus der altbekannten Frage nach dem Wettbewerbsvorteil ergäben. Führende Serviceprovider könnten den Markt bestimmen, ohne standardisiert zu sein und somit wiederum Inseln im ansonsten durchgängigen semantischen Web schaffen, die isoliert bleiben, sofern sie nicht alles überrennen. Ferner befürchtet er im semantischen Web mehr Möglichkeiten zu Täuschung und Betrug.

Berners-Lee beantwortete die Frage damit, dass er die Gefahr des Betrugs auch so sehe - allerdings bestehe die Idee, sich im semantischen Web zu bewegen auch darin, den Ursprung eines Inhalts zu identifizieren. Vor die anderen Sorgen stellte er die Vernunft der Leute, die im semantischen Web Geschäfte machen - sie würden sich ins eigene Fleisch schneiden.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
 
Anzeige
Ausserdem neu in technologie

Zehn exotische Ladegeräte

Handy-Laden per Micro-USB ist inzwischen mit vielen Smartphones möglich. Dennoch kann man seinem Leben mit extravaganten Ladegeräten etwas ...
09. Februar 2012

Samsung-Tablet: Apple scheitert mit Verkaufsverbot

Das Tablet "Galaxy Tab 10.1N" von Samsung wird es auch weiter in Deutschland zu kaufen geben. Das Landgericht Düsseldorf lehnte einen entsprechenden ...
09. Februar 2012

Das steckt hinter AMDs neuer Strategie

Nach einem Analystentag von AMD beschreibt der zweite Teil unseres Hintergrundartikels, die Details der künftig geplanten Technologieprojekte.
09. Februar 2012

neueste leserkommentare
08. Februar 2012 | 08:38 Uhr

Die Überschrift "pöbeln" wird im Text nicht belegt

Das was da von Herrn Friedrich zitiert wird hat nichts mit pöbeln zu tun! Es ist mir völlig unverständlich, wie man hier von pöbeln schreiben kann. Mehr ...

zu Innenminister Friedrich pöbelt gegen Netzgemeinde
07. Februar 2012 | 16:14 Uhr

Bezirksgericht

Richtig! Danke für die Ergänzung. Mehr ...

zu Münchner Gericht erlaubt Galaxy Tab 10.1N und Nexus
07. Februar 2012 | 11:04 Uhr

Motorola ./. Apple

Leider schaffe ich es nicht, für Apple irgendwelche Tränen zu verlieren nach deren Klageorgie gegen Samsung. Sie haben Motorola ja vorgemacht, wie man so etwas tut. Daß der Schuß nach hinten ... Mehr ...

zu Motorola will Teil der Apple-Umsätze
  • Artikel
  • Bildergalerien
  • Videos
Sponsored Links

Gebietsleiter/ Teamleiter (m/w) − Region Hamburg

bei ReiseBank AG (Feste Anstellung)

Technischer Leiter/ Leiter internationale Entwicklung (m/w)

bei SCHAAF PEEMÖLLER + PARTNER TOP EXECUTIVE CONSULTANTS (Feste Anstellung)

Bereichsleiter (m/w) im Gartencenter

bei DIS AG Geschäftsbereich Office & Management (Feste Anstellung)

Trackbacks und Pingbacks

TrackbackTrackback-URL:

Link zum Artikel setzen bei