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Verbot von erzwungenen RFID-Implantaten gefordert

Martin Schindler
|
Dienstag, 4. September 2007, 10:45 Uhr

"Es ist verboten, eine Person zur Implantierung eines RFID-Chips zu zwingen", so soll ein neues Gesetzt in Auszügen lauten.

Vorgeschlagen hat es der demokratische Senator Joe Simitian aus Kalifornien.
Nachdem der Senat nun dem Entwurf zugestimmt hat, kommt das Gesetz jetzt auf den Schreibtisch von Arnold Schwarzenegger.

"RFID mag viele gute Anwendungsmöglichkeiten bieten", argumentiert der Senator. Jedoch gelte es, die Kennzeichnung des Menschen damit zu verhindern. "Das ist der ultimative Eingriff in die Privatsphäre." Simitian will damit vor allem verhindern, dass Arbeitgeber ihre Angestellten zu solchen Implantaten zwingen.

Das klingt irgendwie nach einem düsteren Zukunftsentwurf in einem Roman. In manchen Teilen scheint in den USA solches Vorgehen bereits Realität zu sein. So weist ein US-Unternehmen aus der Überwachungsbranche Angestellte des Datenzentrums an, sich solche Funkchips unter die Haut implantieren zu lassen.

Die Mitarbeiter müssen natürlich vor dem Eingriff ihr Einverständnis erklären. In solchen Fällen sind dann auch dem Gesetzgeber die Hände gebunden. Ein RFID-Chip von Applied Digital Solutions wurde bereits 2002 von den zuständigen Behörden in den USA genehmigt. Etwa in der Größe eines Reiskorns kann der Chip Informationen speichern, die durch einen Scanner ausgelesen werden können. Weltweit sollen bislang etwa 2000 Menschen über ein derartiges Implantat verfügen.

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