CNET.DE | SILICON.DE | ZDNET.DE
Anzeige
ANZEIGE
Technologie
Netzwerk
Web 2.0

Social Networking: Großer Hype um leere Kassen

Dietmar Müller mit Material von pte
|
Donnerstag, 7. Februar 2008, 12:53 Uhr

Die Werbeeinnahmen über Social Networks und Online-Videoportale entwickeln sich schleppender als erwartet.

Viele Unternehmen, die hinter den boomenden Internet-Netzwerken das große Geld erhofften, wurden bislang nur mäßig oder enttäuschend entlohnt. Inzwischen warnen viele Branchenkenner bereits davor, das Potenzial der sozialen Internetgemeinden zu über-, beziehungsweise die Herausforderungen zu unterschätzen. Zuletzt verwies sogar der Internetriese Google darauf, wie kompliziert es sei, mit den populären Social Networks Geld zu verdienen. Google hatte im Zuge der Veröffentlichung der aktuellen Quartalsergebnisse eingestehen müssen, dass die generierten Werbeeinnahmen über seine sozialen Netzwerke geringer ausfielen als erwartet.

Eines der Hauptprobleme für die Social Networks sind möglicherweise deren Nutzer. "Ich sehe das größte Problem darin, dass sich die Leute auf solchen Plattformen von der Werbung gestört fühlen und sich dagegen auflehnen", meinte Volker Nickel, Sprecher des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft (ZAW). Derzeit sei das Potenzial für Werbeeinnahmen über soziale Netzwerke gering einzuschätzen. "Man muss weitere Entwicklungen abwarten. Vielleicht ist es möglich, den Nutzern zu vermitteln, dass die Angebote auch re-finanziert werden müssen. Doch die aktuelle Situation ist eher schwierig", erläuterte Nickel.

Ernüchtert zeigt sich auch die Netzwerkplattform Facebook, die Ende vergangenen Jahres mit ihren Werbetools für helle Aufregung unter Nutzern und Datenschützern sorgte. Analysten gehen davon aus, dass Microsoft - mit 1,6 Prozent an Facebook beteiligt - über seinen Werbedeal mit dem Networking-Portal Geld verliert, berichtet das Wall Street Journal. Dabei sind die Möglichkeiten, über die populären Netzwerke Einnahmen zu generieren, in Hinblick auf die geplante Yahoo-Übernahme besonders wichtig für Microsoft. Denn ein zentrales Vorhaben des Mega-Konzerns ist es, Yahoos Nutzerbasis zu verwerten und diese mit Online-Werbesystemen zu kombinieren.

Insgesamt schreitet das Wachstum der Werbeeinnahmen über soziale Netzwerke langsamer voran, als viele geglaubt hatten. Trotz des Booms sind die Plattformen und Videoportale für die Mehrheit der Werbetreibenden immer noch ein experimentelles Feld. Zudem ist unklar, in welche Richtung sich der Bereich letztlich entwickeln wird und manche Studien gehen sogar davon aus, dass Social Networks die Online-Werbung behindern. Dennoch bleiben die Unternehmen optimistisch und gehen davon aus, die derzeitigen Schwierigkeiten überwinden zu können. Das US-Marktforschungsunternehmen eMarketer rechnet für 2008 mit einem Plus von 70 Prozent bei den Werbeinvestitionen auf Social-Networking-Seiten. Die Ausgaben sollen im Laufe des Jahres in den Vereinigten Staaten auf rund 1,6 Milliarden Dollar wachsen. Bis 2009 erwarten die Experten ein Werbevolumen von 2,02 Milliarden Dollar.


 

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
 
Anzeige
Ausserdem neu in technologie

Mit Chrome 17 verkürzt Google Ladezeiten

Mehr Sicherheit und verbesserten Autofill-Funktionen bringt Google mit der neue Version des Chrome-Browsers.
09. Februar 2012

Weltweite Demonstrationen gegen Apple geplant

Die Menschenrechtsorganisationen Change.org und SumOfUs.org haben für diesen Donnerstag zu weltweiten Protesten gegen Apple aufgerufen. ...
09. Februar 2012

US-Justiz genehmigt Googles Motorola-Übernahme

Das US-Justizministerium ist offenbar drauf und dran, die milliardenschwere Übernahme von Motorola durch Google zu genehmigen. Damit bekommt ...
09. Februar 2012

neueste leserkommentare
07. Februar 2012 | 16:14 Uhr

Bezirksgericht

Richtig! Danke für die Ergänzung. Mehr ...

zu Münchner Gericht erlaubt Galaxy Tab 10.1N und Nexus
07. Februar 2012 | 10:45 Uhr

Großartig

Großartige Idee, nur wen interessierts? Mehr ...

zu Schließung von Megaupload und die Folgen
06. Februar 2012 | 09:37 Uhr

Nachtrag zum Artikel

IBM crowd sourcing could see employed workforce shrink by three quarters http://tinyurl.com/23ara48 Quelle: Personnel Today, 23. April 2010 Mehr ...

zu IBM: Community statt Festanstellung
  • Artikel
  • Bildergalerien
  • Videos
Sponsored Links

SALES-MANAGER/IN

bei RWA AG (Feste Anstellung)

Produktmanager Hochleistungskunststoffe (m/w)

bei Saint-Gobain Performance Plastics Pampus GmbH (Feste Anstellung)

selbstständiger Geschäftsführer/ Unternehmer/ Franchise-Partner (m/w)

bei ZGS Schülerhilfe GmbH (Feste Anstellung)

Trackbacks und Pingbacks

TrackbackTrackback-URL:

Link zum Artikel setzen bei