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Sicherheit

US-Experten: Stoppt E-Voting!

silicon.de
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Freitag, 12. März 2004, 17:25 Uhr

Keine elektronischen Wahlmaschinen, das fordern jetzt zwei Volksvertreter des kalifornischen Senates.

Keine elektronischen Wahlmaschinen, das fordern jetzt zwei Volksvertreter des kalifornischen Senates. Sie fürchten ein ähnliches Fiasko wie bei der Wahl in Florida im Jahre 2000. Don Perata, Chairman des Wahlkomitees im US-Senat, und sein Stellvertreter Ross Johnson haben jetzt dem zuständigen Staatssekretär einen Brief geschrieben, in dem sie vor möglicherweise desaströsen Folgen der elektronischen Wahlsysteme warnen. Die Vorwahlen am 2. März seien ein Testflug für den großflächigen Einsatz dieser Maschinengewesen. "Ich glaube man kann guten Gewissens sagen, dass dieser Flug am Boden zerschellt und abgebrannt ist", erklärte Perata, und keiner in Kalifornien wolle eine Fortsetzung von Florida. Bei Ausfällen und Systemfehlern konnten viele Amerikaner nicht ihre Stimme bei den Vorentscheidungen für die Präsidentschaftswahl abgeben.

Die Präsidentschaftswahlen seien viel zu wichtig, als dass man sie diesen fehlerhaften Kisten überlassen könne, meinen jetzt die Senatoren. Wenn dieser Antrag durchgeht, müssen alle Wahlämter, die jetzt noch über einen Touchscreen abstimmen lassen können, wieder auf Papier umsteigen und immer eine Papier-Version mit ausfüllen lassen. So müssen alle Wahlscheine, wie die von Briefwählern, mit einem Scanner erfasst werden. Solche Scanner gebe es aber nur vereinzelt.

So wurden in den so genannten Primaries zum Teil mehr Stimmen abgegeben als überhaupt Wahlberechtigte registriert waren. Andere Wahllokale mussten geschlossen bleiben oder konnten erst verspätet öffnen, weil es Probleme mit der Hardware gab. Im Orange County hatten Mitarbeiter den Wählern in dem System Wahlzettel für einen anderen Distrikt ausgegeben. Perata erklärte außerdem, dass es noch viele andere Probleme gab, von denen niemand erfahren wird, weil diese nicht nachprüfbar seien da es keine Unterlagen dazu gibt. Vor allem schwinde in der Bevölkerung das Vertrauen auf die Wahlmaschinen.

Ein wichtiges Verkaufsargument der Händler, die das System mit den Touch-Screens anboten, war die schnellere Auswertmöglichkeit der Ergebnisse. Aber die meisten Systeme die elektronisch erfasst wurden, kamen erst Stunden nach den von Hand ausgezählten Stimmen. Perata erklärte, dass er dadurch auch keinen Vorteil mehr in dem elektronischen System sieht.

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