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Technologie
Sicherheit

Pentagon gibt Online-Wahlsystem auf

silicon.de
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Freitag, 6. Februar 2004, 14:26 Uhr

Das Pentagon wird sein Online-Wahlsystem 'Serve' endgültig einstampfen.

Das Pentagon wird sein Online-Wahlsystem 'Serve' endgültig einstampfen. Das System für US-Soldaten mit Einsatzort im Ausland sei so löchrig, dass man damit die ganze Wahl verfälschen könne, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Es folgte damit dem Ratschlag einer Expertenkommission, die in ihrem Bericht Ende Januar auf die Abschaffung des Systems gedrängt hatte. Serve sei komplett unsicher, bemängelten die Experten. Es sei derzeit unmöglich, ein Wahlsystem zu schaffen, das vor der Sabotage von Hackern und Terroristen geschützt sei. Der stellvertretende Verteidigungsminister Paul Wolfowitz blies das Projekt deshalb jetzt offiziell ab: "Das Pentagon wird das Online-Wahlsystem Serve nicht benutzen, da es unmöglich ist, die Rechtmäßigkeit der Stimmen zu garantieren, die über das Internet abgegeben werden. Das kann die Integrität des gesamten Wahlergebnisses in Zweifel ziehen".

Das Pentagon hatte stolze 22 Millionen Dollar in das Online-Wahlsystem gesteckt, Anfang Februar hätte es seine Taufe erleben sollen. Das Pentagon hatte Serve bis zuletzt verteidigt und argumentiert, man habe erweiterte Sicherheitsverfahren eingesetzt.

Ganz aufgegeben hat man den Traum von einem Online-Wahlsystem im US-Verteidigungsministerium noch immer nicht. "Die Tür für andere Methoden ist immer noch offen", sagte Wolfowitz. IT-Sicherheitsexperten haben jedoch große Zweifel. Nach ihrer Meinung ist es unmöglich, ein wirklich sichereres Online-Wahlsystem über das Internet zu schaffen. Es gebe zwei Hauptprobleme, sagte die ehemalige IBM-Forscherin und Kommissions-Mitglied Barbara Simons: "Erstens sind die Computer unsicher und zweitens ist das Internet unsicher."

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