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Technologie
Sicherheit
Datensicherheit

Entsorgte Festplatten geben Daten preis

Tom Espiner und Harald Weiss
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Dienstag, 25. September 2007, 11:37 Uhr

Eine internationale Studie hat von Unternehmen entsorgte Festplatten untersucht und festgestellt, dass Daten vor der Entsorgung nicht immer ausreichend sicher gelöscht werden.

Die Studie wurde vom Telekommunikationsunternehmen British Telecom (BT) in Zusammenarbeit mit mehreren Universitäten in Großbritannien, den USA und Australien durchgeführt. Dabei wurden auf entsorgten Festplatten eine große Anzahl an Informationen gefunden, die wirtschaftlichen Schaden bringen könnten oder die Identität von Personen preisgeben.

In Großbritannien enthielten 41 Prozent der entsorgten Festplatten noch vertrauliche Wirtschaftsdaten. "Viele Unternehmen kümmern sich nicht darum, ob ihre Festplatten noch vertrauliche Informationen enthalten. Sie meinen, dass das Löschen und Formatieren ausreichend sei", sagte Bryan Littlefair, Leiter der Sparte Security Research and Development bei British Telecom.

Die Forscher benutzten einfach zugängliche Open-Source-Tools wie den Autopsy-Forensic-Browser, clickme und Helix, mit denen sich ohne größeres Vorwissen die Überreste der Daten auf den Festplatten rekonstruieren lassen.

So konnten von einer Festplatte des britischen National Health Service vertrauliche Patienteninformation wiederhergestellt werden. Auch von den Festplatten eines britischen Möbelhauses konnten Daten wie die Namen von Angestellten, interne Telefonnummern und Kunden-Kreditkartennummern wiederhergestellt werden.

Laut Littlefair ist es dringend erforderlich, dass die Unternehmen ihre Festplatten auf verantwortliche Art und Weise entsorgen, am sichersten durch ein vertrauensvolles Festplatten-Entsorgungsunternehmen. Die Firmen sollten eine Risikobewertung bezüglich ihrer gespeicherten Daten durchführen und die Entsorgung der vertraulichen Daten zukünftig professioneller planen.

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